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Full text: 25: Der hydrographische Aufbau in der Deutschen Bucht vornehmlich dargestellt auf Grund der vorliegenden Unterlagen über Temperatur, Salzgehalt und Dichte

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Weiterhin haben diese Untersuchungen ergeben, daß allem Anschein nach, eine Beziehung zwischen der Rich 
tung des Gradientstromes auf Grund der Dichteverteilung und der Lage der Gezeitenstromellipsen besteht. Neuere 
Ergebnisse der Erforschung der Gezeitenverhältnisse der Nordsee mit Hilfe des von Hansen ((77) u. (78)) entwic 
kelten Randwertverfahrens haben ergeben, daß es möglich ist, auf rechnerischem Wege Karten mit Linien gleichen 
Wasserstandes für die gesamte Nordsee wiederzugeben, welche in aufeinanderfolgender Reihe die Änderung der 
Gestalt der Meeresoberfläche im Verlauf einer halbtägigen Gezeitenperiode veranschaulichen. Diese Übersichten 
bilden daher die weitere Grundlage für den Entwurf der Linien gleichen Tidenhubes und derjenigen gleicher Ein 
trittszeit des Hochwassers. Da die vertikalen Wasserstandsänderungen in enger Beziehung zu den horizontalen Be 
wegungen stehen, ist eine Übersichtskarte der Gezeitenstromellipsen mit großer und kleiner Achse wiedergegeben 
worden ((78), Fig. 5 auf S. 268). Daraufhin teilt Hansen die Nordsee in natürliche Gezeitenregionen ein. Für die 
Deutsche Bucht ist diejenige Gezeitenregion maßgebend, welche im Süden und Osten von der holländisch-deut 
schen Küste und im Norden von einer Linie begrenzt wird, welche von der Mitte der Doggerbank leicht nach Nor 
den ausschwenkend bis westlich von Sylt verläuft. Diese Gezeitenregion ist charakteristisch durch das Auftreten 
ost-westlich bzw. südost-nordwestlich gerichteter, alternierender Gezeitenströme, deren Geschwindigkeiten in Kü 
stennähe beachtliche Beträge erreichen. Ein Vergleich der von Hansen gegebenen Übersicht der Gezeitenstromel 
lipsen mit den für die Deutsche Bucht berechneten Dichtegradientströmen läßt erkennen, daß die Richtung des 
Dichtegradientstromes zusammenfällt, d.h. daß der periodisch wechselnde maximale Gezeitenstrom in der Deut 
schen Bucht niemals senkrecht zu den Linien gleicher Dichte fließt. Inwieweit eine innige Beziehung zwischen 
Lage und Größe des Dichtegradienten sowie der Richtung des maximalen Gezeitenstromes in der Deutschen Bucht 
besteht, muß einer späteren Untersuchung Vorbehalten bleiben. 
Feuerschiff 
Richtung [°] des maximalen 
Flutstromes 
Ebbestromes 
Homs-Rev 
145 
325 
Vyl 
123 
303 
Amrumbank 
122 
313 
Außeneider 
102 
284 
Elbe 1 
103 
283 
Elbe 4 
126 
306 
Weser 
113 
292 
Minsenersand 
137 
317 
Bremen 
148 
327 
Norderney 
91 
272 
Borkumriff 
79 
261
	        
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