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Object: 48: Öl im Meer - Risiken, Vorsorge und Bekämpfung

Dispergatoren - Pro und Contra 
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Bei einem möglichen Einsatz von Dispergatoren ist auch die Alterung des freigesetzten Öls zu beachten. 
Durch Verlust der leicht flüchtigen Komponenten in den ersten Stunden nach einer Freisetzung erhöht sich 
zunehmend die Viskosität - und die Emulsionsfähigkeit verringert sich (Abbildung 7). Daher steht für die 
sachgerechte Anwendung von Dispergatoren in der Regel nur ein begrenztes Zeitfenster von wenigen 
Stunden nach einer Freisetzung zur Verfügung. 
Abb. 7: Einfluss der Temperatur auf die Effektivität des Dispergators 
Corexit 9527 bei frischem und gealtertem Öl (Lehtlnen 1981 aus IVL2001) 
Der erste dokumentierte Einsatz von Dispergatoren erfolgte vor fast 50 Jahren. Seit dem wurden die erhält 
lichen Produkte erheblich weiterentwickelt. Es lassen sich verschiedene Generationen von Dispergatoren 
unterscheiden, die sich neben einem geändertem Anwendungsverhältnis und der Erweiterung der Applika 
tionsmethoden besonders in der Toxizität unterscheiden (Tabelle 1). 
Generation 
Typ 
Applikations 
methoden 
Anwen 
dungs 
verhältnis 
Toxizität 
Verfüg 
barkeit 
erste 
Generation 
vom Schiff, 
von der Küste 
1:2-3 
geringe 
Effektivität 
hohe 
Toxizität 
nein 
zweite 
Generation 
UKTyp 1 
„Konventionelle“ 
&„ Kohlenwasser 
-stoffbasierte“ 
vom Schiff, 
von der Küste 
1:2-3 
geringe 
Effektivität 
geringere 
Toxizität 
ja 
dritte 
Generation 
UKTyp 2 
„Verdünnbare- 
Konzentrate“ 
verdünnt nur 
vom Schiff 
10% ig 1:2-3 
verdünnt: 
1 : 20-30 
geringere 
Toxizität 
ja 
UKTyp 3 
„Konzentrate“ 
vom Schiff, 
aus der Luft 
1 : 20-30 
hohe 
Effektivität 
geringere 
Toxizität 
ja 
Tabelle 1: Übersicht über die 
Entwicklung von Dispergatoren 
(verändert nach EMSA 2009) 
Die Toxizität eines Dispergators wird ebenso wie die Effektivität mit standardisierten Testsystemen erfasst. 
Dabei werden ausgewählte Testorganismen verschiedenen Substanzkonzentrationen exponiert. Es lassen 
sich hierbei verschiedene Untersuchungskonzepte unterscheiden: 1.) Laboruntersuchungen, sie erfolgen 
meist mit verschiedenen aber einzeln exponierten Testorganismen, die als Repräsentanten für die jeweilige 
Trophieebenen oder Organismengruppen dienen. Hierbei werden sowohl akute alsauch chronische 
Testendpunkte untersucht. 2.) Mesokosmenuntersuchungen, sie werden in der Regel in größeren Tanks oder
	        
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