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Full text: 57, 1937

Adolf Friedrich Fabricius: Untersuchung einer räumlichen Windfahne. 
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allen derartigen Messungen, nicht zu vermeiden sein. Die Konvektionsströme werden immer 
irgendwie aufgezeichnet werden. Dadurch wird die Fahne aber nicht wertloser, sondern es 
ist durchaus wünschenswert, auch die Konvektion mit der räumlichen Windfahne messend zu 
verfolgen. Ferner bietet die Fahne die Möglichkeit, ein gewisses Gelände auf die sich dort 
abspielenden vertikalen Vorgänge überhaupt zu überprüfen. Allerdings sind zu solchen 
abtastenden Messungen wohl mehrere derartige Fahnen erforderlich. Sicherlich hat die 
Fliegerei für derartige Messungen großes Interesse, ganz zu schweigen von einem gewissen 
wissenschaftlichen Wert, der ebenfalls nicht abzuleugnen ist. Durch Vergleichsmessungen 
anderer Art, insbesondere durch Analyse der Wetterlage kann leicht der nur lokale Einfluß 
vom wirklich atmosphärischen getrennt werden. 
Der Registrierteil ist möglichst in einem Raum unterzubringen, der auf annähernd 
gleicher Temperatur gehalten werden kann. So wird man dann als Füllflüssigkeit statt öl 
das mehr geeignete Wasser verwenden können. Sollte unter besonderen Umständen ein 
solcher Raum nicht zur Verfügung stehen, so muß eben der bei der nun erforderlichen Öl 
füllung entstehende Fehler der Nullpunktsverlagerung des Schwimmers durch die oben ein 
gehend besprochene Methode festgelegt werden. Ein Thermohygrograph in unmittelbarer 
Nähe der Fahne wird in jedem Falle zur Kontrolle der Wettervorgänge zweckmäßig sein. 
Ein registrierender Regenmesser kann diejenigen Zeiten leicht feststellen, für die infolge 
von Niederschlägen die Registrierungen der räumlichen Windfahne nicht verwendbar sind. 
Die erforderliche Umlaufgeschwindigkeit der Trommel kann durch Versuche unschwer 
festgestellt werden. Dabei ist es zweckmäßig, zwei Umlaufzeiten zu wählen, eine langsame 
für den dauernden Gebrauch und eine schnelle für spezielle Untersuchungen. Beide Zeiten 
müssen durch eine einfache Umschaltung schnell zum Gebrauch bereit sein. Das Verhältnis 
der Umlaufzeiten zueinander muß einfach linear sein, um die Ordinaten der Zeit in beiden 
Fällen benutzen zu können. Damit ist dann auch möglich geworden, den Registrierbogen mit 
einem Aufdruck der Diagrammeinteilung zu versehen, was bisher aus dem Grunde unter 
blieb, weil die Umlaufzeiten der Trommel noch nicht endgültig festgelegt waren. Hierdurch 
wird eine einfachere und wesentlich genauere Auswertung der Registrierung ermöglicht. 
Die Mängel der Rußregistrierung können durch Verwendung von Indikatorpapier 
behoben werden, wobei dann die Spieen der Federn aus Stahl durch solche aus Neusilber 
erseht werden. 
Praktischerweise wird eine Bandregistrierung angewendet werden, so daß ein häufiger 
Bogenwechsel vermieden wird. 
Für besonders kleine Windgeschwindigkeiten (unter 2 m/sec.) wird die Verwendung eines 
Hitjdrahtanemometers nach Albrecht-Fuess angeregt (2, S. 393). Die Vertikalschwankungen 
der räumlichen Windfahne sind auch bei minimalsten Windgeschwindigkeiten noch erkenn 
bar, während die Geschwindigkeitsangaben des Böenschreibers infolge der Trägheit nicht 
mehr genügend genau sind, um sie zur Bestimmung der vertikalen Geschwindigkeit zu 
verwenden.
	        
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