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Full text: 25: Der hydrographische Aufbau in der Deutschen Bucht vornehmlich dargestellt auf Grund der vorliegenden Unterlagen über Temperatur, Salzgehalt und Dichte

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In der Tab. 40 sind die mittleren Temperaturdifferenzen zwischen Oberfläche und Boden (B minus 0) für die 
Helgoländer Terminstationen zusammengestellt. In den Abb. 18a bis d deutet der Verlauf der Thermo-Isoplethen 
im Tiefenwasser rund um Helgoland die Frühjahrsschichtung kaum an. 
Tabelle 40 
Mittlere Temperaturdifferenzen [°C] zwischen Oberflächen- u. Bodenwasser bei den Helgoländer Termin 
stationen auf Grund der Monatsmittel 1927/36. 
Station 
Jan. 
Feb. 
März 
Apr. 
Mai 
Juni 
Juli 
Aug. 
Sep. 
Okt. 
Nov. 
Dez. 
Hog Stean 
+0.1 
+0.7 
+0.2 
-0.9 
-1.5 
-2.0 
-2.1 
-0.2 
+0.1 
+0.5 
+0.6 
+0.7 
Ha 
+0.4 
+0.6 
+0.2 
-0.8 
-1.6 
-3.1 
-2.9 
-0.8 
+0.1 
+0.7 
+0.5 
+0.6 
Seilebrunn 
-B.l 
+0.4 
+0.1 
-0.4 
-1.1 
-0.9 
-1.1 
-0.2 
0.0 
+0.2 
+0.2 
+0.2 
Düne O2 
0.0 
+0.8 
+0.2 
-0.8 
-2.0 
-2.9 
-2.4 
-0.4 
+0.2 
+0.4 
+0.5 
+0.8 
Auch hier fallen die Frühsommermonate gegenüber allen anderen Monaten besonders heraus. Der Grad der 
thermischen Schichtung ist stärker ausgeprägt als bei den Feuerschiffsstationen. Für die offene Nordsee wird stets 
der Monat August als die Zeit der stärksten thermischen Schichtung gewählt (s. Dietrich (38)). Das kommt auch 
sehr gut zum Ausdruck, wenn man die 4 Karten der Isothermen der Oberfläche und vom Boden auf Grund des See- 
warten-Atlasses (5) übereinanderlegt (s. Abb. 19a bis d). In der Deutschen Bucht dagegen tritt das Phänomen der 
Schichtung 1 bis 2 Monate früher ein, im Einzelfall macht sie sich schon im April bemerkbar. Diese Einzelfälle 
sind besonders von Zorell für das Gebiet der Helgoland umgebenden Gewässer herausgestellt worden (s. (16), 
Fig. 28 bis 38 auf Taf. 13 u. 14). Ganz allgemein kann folgendes in bezug auf das Auftreten der Schichtung in der 
Deutschen Bucht gesagt werden, das gilt sowohl für die thermische als auch für die haline Schichtung (s. (24) 
S. 226/232): 
- Die beiden Faktoren - der stärkere Einstrom aus der westlichen Deutschen Bucht in der Tiefe während der Win 
termonate und der maximale Abfluß des Küstenmeeres, besonders an den großen Flußmündungsgebieten der 
Elbe und Weser, in die Deutsche Bucht an der Oberfläche - bewirken während der Zeit vom Frühjahr bis zum 
Hochsommer die Ausgestaltung einer thermischen haiinen Schichtung. 
- Durch den Einfluß besonderer Wetterlagen auf den jeweiligen hydrographischen Vertikalzustand des Konver 
genzgebietes der Deutschen Bucht kommt es vor, daß zu allen Jahreszeiten Homothermie und Homohalinität 
oder thermo-haline Schichtung auftreten kann. 
- Also kann weiter gefolgert werden, daß nur im Mittel eine thermo-haline Schichtung im Konvergenzgebiet, z. 
B. bei Helgoland vorwiegend in den Frühjahrs- und Sommermonaten auftritt, daß sie im einzelnen nicht jahres 
zeitlich bedingt zu sein braucht. 
- Bei ruhigen Wetterlagen bestehen aber stark ausgeprägte hydrographische Unterschiede zwischen dem Ober 
flächen- und Tiefenwasserkörper im Frühjahr und ein allmählicher hydrographischer Übergang zwischen bei 
den ohne vollkommene Vermischung im Winter.
	        
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