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Full text : Jahresbericht 1969

Deutsches  Ozeanographisches  Datenzentrum

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Nach  Abschluß  der  Reparaturen  wurden  auf  einer  Fahrt  in  die  Nordsee,  vom  10.
bis  16.  Dezember,  Maschinen  und  Geräte  erprobt  (Fahrt  Nr.  18,  Fahrtieitung;
Reg.-Dir.  Ansorge,  DHI);  zu  Beginn  dieser  Fahrt  stattete  FS  „Meteor“  am  11.  und
12.  Dezember  der  Freien  Hansestadt  Bremen  einen  Besuch  ab.

II.  DEUTSCHES  OZEANOGRAPHISCHES  DATENZENTRUM

Auch  im  Jahr  1969  mußte  das  Deutsche  Ozeanographische  Datenzentrum  (DOD)
seine  Aufgaben  mit  nur  zwei  Bediensteten  erledigen.  Mit  Hilfe  von  Lohnaufträgen
an  Privatpersonen  und  Firmen  gelang  es  dennoch,  eine  große  Anzahl  von  Werten
in  Datenvorlagen  eintragen  bzw.  in  Lochkarten  lochen  zu  lassen.
Im  Hinblick  auf  die  akuten  Fragen  der  Meeresverschmutzung  setzte  das  DOD  seine
Mittel  insbesondere  für  die  Erfassung  küstennaher  Meßwerte  ein.  So  wurden  aus
diesem  Bereich  im  Berichtsjahr  folgende  Beobachtungswerte  in  eine  vom  Computer ­
  lesbare  Form  gebracht:
1.  Hydrographische  Serienmessungen  der  Biologischen  Anstalt  Helgoland  in  der
Deutschen  Bucht  für  die  Jahre  1960-1964;
2.  Oberflächenbeobachtungen  der  Temperatur  und  des  Salzgehaltes  auf  der  Schifffahrtsroute ­
  Hamburg  —  Hüll  für  die  Jahre  1965-1968;
3.  Temperatur-  und  Salzgehaltsmessungen  des  Instituts  für  Küsten-  und  Binnenfischerei ­
  an  der  „Alten  Liebe“  in  Cuxhaven  für  die  Jahre  1947—1967.
Die  wohl  längsten  Zeitreihen  meereskundlicher  Beobachtungen  im  deutschen
Küstenbereich  liegen  von  den  Feuerschiffen  in  der  Nord-  und  Ostsee  vor.  Das
DOD  hat  damit  begonnen,  auch  dieses  Material  so  aufzubereiten,  daß  größere
wissenschaftliche  Untersuchungen  an  der  Gesamtheit  der  Meßwerte  unter  dem
Einsatz  von  elektronischen  Rechenanlagen  möglich  werden.
Insgesamt  konnten  1969  die  Daten  von
2  254  Stationen  hydrographischer  Serien
13  909  Oberflächenbeobachtungen  von  Temperatur  und  Salzgehalt
verarbeitet  werden.  Wegen  der  Umstellung  der  Speicherung  von  Bathythermographen-Registrierungen
  auf  ein  besseres  System  wurden  solche  Daten  nicht
verarbeitet.
Ende  1969  umfaßte  der  Bestand  an  Daten
10118  Stationen  hydrographischer  Serien
15  585  Oberflächenbeobachtungen
9  402  Bathythermographen-Stationen
Im  Einvernehmen  mit  der  Deutschen  Wissenschaftlichen  Kommission  für  Meeresforschung ­
  stellte  das  DOD  in  diesem  Jahr  den  deutschen  Beitrag  zum  „Administrative ­
  Report“  des  Internationalen  Rates  für  Meeresforschung  (ICES)  zusammen.
In  diesem  Bericht  werden  die  meereskundlichen  Aktivitäten  der  einzelnen  ICES-Mitgliedsländer
  im  abgelaufenen  Jahr  publiziert.
Eingehend  auf  ähnliche  Veröffentlichungen  in  anderen  Ländern  hat  das  DOD  erstmalig ­
  in  Form  einer  kleinen  Broschüre  ein  Programm  über  den  geplanten  Einsatz
der  deutschen  Forschungsschiffe  für  das  Jahr  1969  veröffentlicht.
            
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