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Volltext : Anforderungen an ein wissenschaftliches Konzept für den deutschen Beitrag (BSH-Berichte, Nr. 9)

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GOOS  Workshop

Modul  1:  Klimaüberwachung,  -beurteilung  und  -Vorhersage
Modul  2:  Überwachung  und  Abschätzung  der  marinen  Lebendressourcen
Modul  3:  Überwachung  der  küstennahen  Meeresumwelt  und  ihrer  Veränderungen
Modul  4:  Beurteilung  und  Vorhersage  des  Qualitäts-  und  Gesundheitszustand  der  Meere
Modul  5:  Operationelle  maritim-meteorologische  und  ozeanographische  Dienste
Noch  ist  GOOS  international  nicht  vollständig  definiert,  dennoch  ist  der  Zeitpunkt  gekommen, ­
  darüber  zu  diskutieren,  auf  welche  wissenschaftliche  Grundlage  ein  deutscher  GOOS-Beitrag
  gestellt  werden  kann.  Mit  diesem  Workshop  soll  dafür  eine  breite  Basis  geschaffen
werden,  um  eine  umfassende  Vorstellung  davon  zu  erhalten,  was  von  GOOS  aus  wissenschaftlicher ­
  Sicht  erwartet  wird.  Das  dient  auch  dem  Ziel,  die  deutsche  Haltung  zu  GOOS  zu
konkretisieren,  damit  deutsche  Vertreter  in  internationalen  Gremien  abgestimmte  Positionen
vertreten  und  an  der  Weiterentwicklung  von  GOOS  zielgerichtet  mitarbeiten  können.
Der  Workshop  muß  deutlich  machen,  wo  die  thematischen  Schwerpunkte  eines  deutschen
Beitrags  liegen  sollen.  Ist  es  zum  Beispiel  das  Klima-Modul,  für  das  vorrangig  geeignete
Meßprogramme  entwickelt  und  Analysezentren  eingerichtet  werden  sollen?  Oder  sind  es
vornehmlich  Nord-  und  Ostsee,  die  langfristig  überwacht  werden  müssen  zum  Schutz  der
marinen  Umwelt  und  der  Küstenbereiche?
Auf  diese  und  viele  andere  offene  Fragen  muß  der  Workshop  Antworten  finden.  Dazu  gehört:
Welches  sind  die  Anforderungen  der  Nutzer?  Welche  Produkte  erwarten  sie?  Was  setzen
diese  Produkte  voraus?
Welche  Vorstellungen  haben  die  meereskundlichen  Dienste  und  die  Wissenschaft?
Was  können  und  sollten  deutsche  Programme  und  wissenschaftliche  Projekte,  soweit  es
Beobachtungsprogramme,  Datenanalyse  und  Produkterstellung  betrifft,  zu  GOOS  beitragen? ­

Zu  welchen  GOOS-Modulen  kann  sehr  schnell  ein  Beitrag  erbracht  werden,  zu  welchen
später,  zu  welchen  nie  oder  nur  sehr  beschwerlich?
Welches  Gewicht  haben  Fischereiaspekte  für  eine  deutsche  Beteiligung  an  GOOS?
In  welchem  geographischen  Rahmen  sollte  sich  Deutschland  beteiligen?
Werden  zusätzliche  Technologien  benötigt?  Ergeben  sich  daraus  Chancen  für  die  deutsche
Meerestechnologie?  Können  technologische  Innovationen  auch  dazu  führen,  daß  nicht  nur
immer  besser  und  teurer,  sondern  einfacher  und  billiger  produziert  wird?
Das  sind  nur  einige  der  Fragen,  die  einer  Lösung  bedürfen.  Gefordert  sind  Aussagen  über  Art
der  Daten  und  Produkte,  Meßfrequenzen,  geographische  Überdeckung  und  Meßgenauigkeiten.
Die  Rolle  bestehender  globaler  und  regionaler  Forschungs-  und  Überwachungsprogramme  im
Rahmen  von  GOOS  muß  definiert  werden;  das  reicht  von  der  deutschen  Beteiligung  an
CLIVAR  bis  zum  Bund/Ländermeßprogramm.  Zu  all  diesen  Fragen  erwarte  ich  in  den  nächsten ­
  beiden  Tagen  möglichst  konkrete  Antworten  oder  doch  zumindest  eine  Klärung,  wie  wir
zu  Antworten  gelangen  können.
Niemand  kann  davon  ausgehen,  daß  in  den  nächsten  Jahren  zusätzliche  Geldmittel  für  GOOS
zur  Verfügung  stehen  werden.  Deshalb  muß  versucht  werden,  existierende  Programme  und
Projekte  so  weit  wie  möglich  für  GOOS  mitzunutzen.  Es  kommt  darauf  an,  die  bereits
vorhandenen  Elemente  sinnvoll  in  ein  Rahmenkonzept  einzupassen,  Defizite  zu  erkennen  und
            
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