Poppen, H.: Die Sandbänke an der Küste der Deutschen Bucht der Nordsee. 801
strömung gerechnet — eines Vorsprungs erfreuen vor den Partien links, Bald
jedoch dürfte sich die schon früher eingesetzte Richtungsänderung nach S hin voll-
zogen haben. Fig. 5b gibt diesen Moment wieder, Infolge der größeren Kraft-
Fig. 5b.
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Wärage.
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entfaltung an der rechten Seite — ob und wieviel außer der Ablenkung seitens
der Erdrotation und dem Kompensationsstrom noch vielleicht ein durch die
östlich gelegenen Bänke, vor denen sich die anfangs OSO gerichteten Flutmassen
stoßen, hervorgerufener, mehr in den unteren Partien sich vollziehender Rück-
stau dazu beiträgt, muß einer genauen Untersuchung an Ort und Stelle vor-
behalten bleiben — wird das westliche Ufer und das Flußbett an dieser Stelle
stark angegriffen, jenem infolge Abrasion einen steileren Abfall verleihend,
dieses in seiner Strichlinie intensiv ausfurchend, wie Fig. 5c andeutet. Die hier-
Fig, 5e.
durch auf den Lauf gebrachten Sandmassen, die noch durch das Abfangen des
mit dem Flußwasser flußabwärts treibenden Sandes und Schlammes Zuwachs
erhalten, werden von der am rechten Hange erhöhten Erosionskraft folgerichtig
nach links gestoßen, ein Vorgang, der sich analog der Hagenschen Sand-
wanderungtheorie vollziehen dürfte. Auf diese Weise müssen sich längliche
Sandrillen bilden mit flachem West- und steilerem Osthang, wie Fig. 5d zeigt.
Fig. 5d.
Der ebenfalls rechtsseitig abgelenkte Ebbestrom ist, da er dem Flutstrom riach-
steht, nicht nur nicht imstande, sein Bett intensiv auszuhobeln, geschweige denn
kann er die ihm von der Flutströmung in den Weg gewälzten Massen beseitigen.
Je länger, desto mehr wird sich die Sachlage zu seinen Ungunsten verschieben.
Denn dem im Laufe der Zeit immer weiter nach O wandernden ersten Rücken
folgen wegen der reichen Sandzufuhren aus W her bald neue. Der Ebbestrom
ist deshalb genötigt, seine meistens schwächer ausgefurchte Rinne vom Ufer