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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Theorie der Lamont’schen Instrumente zur Beobachtung des Erdmagnetismus, 319 
Der negative Werth von aı bei (a«1—g“) = 90° (Ablenkung des Nord- 
endes nach Osten) bedeutet, dafs einer Vergröfserung des Ablenkungswinkels 
der Nadel (welcher nach unserer Zählungsweise im 4, Quadranten liegt) eine 
Verkleinerung der Vertikal-Intensität entspricht. Uebrigens wird man am besten 
aı einfach als Zahlengröfse ohne Vorzeichen ansehen und den Unterschied 
zwischen östlicher und westlicher Ablenkung in der Skalenablesung zum Aus- 
druck bringen. ; 
” Die Formel (34a) ist die von Lamöont’®) gegebene. 
Wie man sieht, fällt in (34) und (34a) q ganz heraus, Lamoönt empfiehlt 
aber trotzdem, die Eisenstäbe zu entfernen, dieselbe Ablenkung durch Magnete 
wiederherzustellen und die soeben beschriebenen Beobachtungen mit Hülfsmagnet 
vertikal und horizontal noch einmal zu wiederholen. Die alsdann beobachteten 
Skalenablesungen mögen sein: * N 
;' : Hülfsmagnet vertikal: ns“ und ns“. 
” horizontal: nz“ und ns%. + 3 
Wenn der Hülfsmagnet genau senkrecht unter der Nadel wäre und seine 
Axe genau vertikal stände, so dürfte keine Ablenkung ‘der Nadel stattfinden, 
d. h. es müßte ns‘ = ne“ sein. Ist dies nicht der Fall, so ist.das ein Zeichen 
dafür, dafs diese Bedingungen nicht genau erfüllt sind, und die Gröfse nı“ — nz“ 
bedarf einer Korrektion. Ersetzt man mit Lamont ns“ — na” durch n7“ — ns“, 
so. hat man q(nı‘—na“) statt nı“ — n2‘“ zu setzen und erhält: 
1 a(nı-—n6") — (ns*—n6") (, _ 6h?—3K . 
(340) a) ; 
Würden wir im Nenner ns“ — na“ beibehalten, so würden wir im Zähler 
nı“ — na“ —- (0s“— 26“) zu setzen haben, 2. 000 
Die. Beobachtung der Nadelausschläge bei horizontaler Lage des Hülfs- 
magnets mit Eisenstäben und mit Magnet kann natürlich in derselben Weise wie 
in (838) zur Bestimmung von q benutzt werden, nämlich; . 
n7 — ng 
= Zw 
b) Unter dem Einflusse störender magnetischer Massen. 
Die Ruhegleichung der Nadel ist: 
(35) * X sing = - K" sin (01—0*) + k*” sin 2(a1— gg") + A“ sin («9”— 0") 
Hieraus ergiebt sich durch Differentiation: 
Br X. sin «1 ( k“ sin (&1—g")3 A“ sin (a1“-— a9") nr 
ai a1 sin («1 —gp") [ sin («1“—0") dB Xo sine“ + X9g sin a1” ) d(a—gp") 
+ cos #9 dar“ 4- sin 99” 
and wenn, wie früher d(a1“—g“) durch die Skalenablesungen ersetzt wird: 
. . + Xo sin «1 A“ sin («1— a2") nn — N 
am iX = a1 Sin («1“-—) [ sin («1—") (+ X9 in #1” ) 2a 
| 40, dX 
— u“. u“ 
008 9° -+ sin Po f Al 
ef aX. . en 
worin für 4d und X ihre Werthe aus.I und II einzusetzen . sind.- 
5...” Sind die Variationen grofs, so erhalten. wir auf gleiche Weiss wie früher: 
z u a “. u Sn 
(IIIa) dY = | i A A = . . Sn Spa rap } ” nr K ) E i 
a1 |sin (er —. )o - X9sin (Cor — "9 + d(a1“ —#") ; 2 
sin a1“ . Wi 1 „1 
z— 2 (1—9g) sin (a —o sın (Corp Yo + zZ d(e"—g*) sn zZ d(a1— 0) 
A“ sin («1— 02") sin d(«1—gp“) 
X sin (ws —0")9 sin (Ce —2")0 +d (ws — #') EP 
X 
33) Handbuch S. 217, unter Berücksichtigung der auf S, 264 gegebenen Verbesserung eines 
Druckfehlers. 
Ann, d, Hydr. ote,, 1885, Hoft VI,
	        
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