Zwischenbericht StUKplus (FKZ 0327689A)
28.09.2010
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werden. Die Daten der Station 19 (8,5 km östlich des Windparks) zeigen den gleichen Ef
fekt, allerdings in geringerem Umfang; es scheint hier also eine Entfernungsabhängigkeit
vorzuliegen.
5000
4000
3000
2000
1000
4571
4370
♦ ♦
- I---4 Wartezeit |
Abbildung 9.15: Wartezeit (Angaben in Minuten) zwischen aufeinander folgenden
Schweinswaldetektionen an der C-POD Station 16 während der Errichtung des Um
spannwerks.
An der im Nahbereich des Testfeldes liegenden C-POD Station (2,9 km Entfernung) 16 ist
während der Errichtung der Anlage AV12 (hier: 20. April, d.h. während der Bauvorbereitun
gen) eine einzige Detektion eines Schweinswals zu verzeichnen; danach beträgt die Warte
zeit 8786 Minuten (inkl. Zeit der Rammung), bevor es am 26. April, 2.273 Minuten (exkl. Zeit
der Rammung) nach Ende der Rammungen zur nächsten Detektion kommt. Vergrämungs-
maßnahmen wurden durchgehend vom 24.4.2009 7:00 bis 25.04.2009 2:40 durchgeführt.
Die Wartezeit zwischen aufeinander folgenden Detektionen blieb an dieser Station im ge
samten Zeitraum bis zur Errichtung der nächsten Anlage erhöht. Eine statistische Analyse
dieses Parameters ist aufgrund der wenigen Detektionen während der Rammphase noch
nicht möglich, sämtliche Aussagen hierzu können lediglich als Indikatoren für einen Effekt
angesehen werden. Die vergleichende Analyse mit Daten einer im Fernbereich liegenden C-
POD Station verstärken die für den Nah- und mittleren Bereich gefundenen Zusammenhang,
da dort keine deutliche Verlängerung der Wartezeiten während der Rammphasen zu ver
zeichnen waren.
Generell zeigt sich auch im Nahbereich ein Trend zu einer im Verlauf des Sommers 2009
schnelleren Rückkehr der Schweinswale in mittlerer Entfernung und auch im Nahbereich.
Gleichzeitig gab es aber auch deutlich Unterschiede in der Durchführung der Rammungen;
während die Fundamente der Multibrid-Anlagen AV07-12 jeweils in weniger als 36 Stunden
gerammt wurden, erstreckte sich dieser Prozess bei den RePower-Anlagen AV01-06 teilwei
se über mehrere Wochen. Die Unterbrechungen zwischen den teilweise nur wenige Minuten
bis Stunden dauernden Rammphasen betrugen bis zu > 5 Tage. Insofern ist eine Rückkehr
von Schweinswalen in das Umfeld der Anlagen nicht abweichend von den vorherigen Er
gebnissen. Entsprechend kann diese Beobachtung nicht als Indiz für eine generelle Gewöh
nung der Schweinswale an die Rammaktivitäten gewertet werden.