_Tiefseelothungen im Stillen Ocean 1884.
Wasser; hat man dieselbe passirt, so geht man mitten im Strom, unterhalb der
Eisenbahnmole, vor Anker und vertäut das Schiff mit 50 bis 60m Kette vor jedem
Anker. Schiffe, welche bis Punta Barrel gekommen sind, können bei 4,3m
Tiefgang und günstigem Winde bei halber Fluth aufsegeln, vorausgesetzt, dafs
das Wetter so klar ist, dafs Fahrwasser und Pfähle deutlich erkennbar sind.
Bei gröfserem Tiefgange muls man zwischen der genannten. Spitze und den
nächsten beiden Pfählen in 7,3m Wasser vor Anker gehen und einen Lotsen
oder, was noch sicherer ist, einen Schlepper holen. Bei Hochwasser wird das
Fahrwasser nur durch die Pfähle bezeichnet, da die Ufer auf beiden Seiten
überschwemmt sind. Zwischen den Tonnen No, 1 und No; 3 fand ich nicht
weniger als 7,3m Wasser, obgleich es fast Niedrigwasser war, als ich mich
zwischen der Tonue No. 3 und der Spitze Pipa befand. Im Fahrwasser ist
überall genug Wasser, von der Spitze Pipa bis zu den nächsten zwei Pfählen
6,4 bis 8,3m, von dort nach der Barre 4,3 bis 4,6m bei Niedrigwasser, Die
Fluth läuft mit einer Geschwindigkeit von 2'/a bis 3 Kn, doch sind Stärke und
Höhe derselben hauptsächlich vom Winde abhängig.“
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Tiefseelothungen des „Vettor Pisani“ im Stillen Ocean 1884.
Ueber die von der Königlich Italienischen Korvette „Vettor Pisani“
während der Jahre 1882—83 ausgeführten Tiefseeforschungen im Mittelmeer,
dem Atlantischen Ocean und dem Stillen Ocean ist nach dem Bericht des
Lieut. C. Marcacci in diesen Annalen 1884 (S. 556) referirt. worden. Der-
selbe Offizier setzt seinen Bericht im Mai-Heft der „Rivista Maritima“ 1885
fort und giebt. Aufschlufs über die Thätigkeit des genannten Schiffes.im Jahre
1884 auf dem Gebiete der Tiefseeforschung. Dieselbe erstreckte sich ledig-
lich auf den Stillen Ocean, zunächst an der Südamerikanischen Küste von
Panama nach Callao und dann von dort quer über den Ocean nach der Chine-
sischen Küste; die gewählte Route über die Sandwich-Iuseln nach Manila führte
zum gröfsten Theil durch bisher noch unerforschtes Terrain. Zur Uebersicht
ist dem erwähnten Hefte der „Rivista Maritima“ eine Karte beigefügt, auf der
nicht nur die Route des „ Vettor Pisani“, sondern auch diejenigen des „Challenger“
und der „Tuscarora“ auf ihren grofsen wissenschaftlichen Expeditionen ersicht-
lich gemacht sind. Die Tiefen wurden wieder mit dem Bathometer System
Palumbo, welches sich schon auf der Reise von Italien nach Callao bewährt
hatte, gemessen und die Wassertemperaturen in verschiedenen Tiefen mittelst
Negretti -Zambra - Tiefseethermometers bestimmt. Die 24 ausgeführten
Lothungen sind folgende: :
Ann. d. Hydr. etc., 1885, Heft 1X.