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Full text: Jahresbericht 1998

Internationales Jahr des Ozeans 
Universitäten Hamburg und Rostock, Kongresse 
und Symposien. Exemplarisch zu nennen sind 
ein Kongreß in Stralsund über die Zukunft des 
Weltmeeres mit der damaligen Bundesumweltmi 
nisterin Angela Merkel, der 29. Deutsche See 
schiffahrtstag in Rostock mit einer schiffahrtspoli 
tischen Festrede des Bundespräsidenten und 
einem speziellen Kongreß zum Jahr des Ozeans, 
aber auch das 8. Symposium des BSH über aktu 
elle Probleme der Meeresumwelt, bei dem Klaus 
Töpfer als Direktor des Umweltprogramms der 
Vereinten Nationen den Auftaktvortrag gehalten 
hat. Verschiedene Institutionen haben Ausstellun 
gen und Tage der offenen Tür durchgeführt. So 
hat in Bremen in der Unteren Rathaushalle eine 
sehr bemerkenswerte Ausstellung stattgefunden. 
Zu einem Tag der offenen Tür des BSH in 
Hamburg (Abb. 1) sind mehr als 2000 Besucher 
gekommen. Es gab naturwissenschaftliche und 
Kunstausstellungen, aber auch sportliche Akti 
vitäten wie z. B. einen Schwimmarathon. 
Zu vielen weiteren Beiträgen gehört die Her 
ausgabe einer Sonderbriefmarke über den Schutz 
der Meere. Auf der Expo 98 war Deutschland mit 
einer Unterwasserstation vertreten, in der die 
maritimen Aktivitäten auf lockere, technisch intel 
ligente und ansprechende Weise präsentiert 
wurden. Das große Interesse an dem deutschen 
Länderpavillon drückte sich in Wartezeiten bis zu 
8 Stunden aus. Mit der Indienststellung des neuen 
Vermessungsschiffes Komet des BSH, des welt 
weit modernsten Schiffes seiner Art, wurde im 
Jahr des Ozeans hervorgehoben, daß Deutsch 
land auch weiterhin mit modernster Technologie 
zur Verbesserung der Kenntnisse über die Meere 
beitragen wird. Den Abschluß der vielen Veran 
staltungen des BSH bildete die Verleihung der 
Seewartmedaille, der einzigen maritimen Aus 
zeichnung der Bundesrepublik Deutschland, an 
den Schiffahrtspublizisten Peter Tamm, den Schiff 
fahrtsarzt Dr. Kohfahl und die Eisbeobachterin 
Elvira Schmidt für besondere Verdienste um ma 
ritime Belange. 
Ein wichtiges Anliegen war es, junge Men 
schen anzusprechen. Neben umweltpädago 
gischen und Lehrerfortbildungs-Veranstaltungen 
wurde das vor allem durch einen Schülerwettbe 
werb erreicht, den das BSH gemeinsam mit dem 
Deutschen Nautischen Verein, dem Schiffahrts 
verlag Hansa und den Schulbehörden der Kü 
stenländer auf den Weg gebracht hat. 14 einge 
sandte Arbeiten sind, wie Fachleute urteilen, 
angesichts der vielen Wettbewerbe eine gute 
Resonanz. Der Kreis der Einsender reicht von 
Flensburg bis Greifswald und Düsseldorf. Alle 
Arbeiten konnten mit Mitfahrmöglichkeiten auf 
deutschen Schiffen prämiert werden. Daneben 
gab es viele Einzelaktivitäten für Schüler und 
junge Menschen. So eine Aktion der Polarstern, 
auf der junge Leute mitfahren und arbeiten konn 
ten. Auch an einem Programm „Floating Uni- 
versity“ auf dem russischen Forschungsschiff 
Slbiviakov haben deutsche Schüler teilgenom 
men. Besondere Aufmerksamkeit fand das „Se 
gelnde Klassenzimmer“ einer Hamburger Schule. 
Für 4 Monate sind die Schüler auf der „Thor Hey 
erdahr nach Mittelamerika gesegelt mit Unterricht 
an Bord und gezielter Mitarbeit in der Entwick 
lungshilfe. 
Die Politik hat das Thema zwar nicht in 
seiner Gesamtheit aufgegriffen, gerade im Inter 
nationalen Jahr des Ozeans aber wichtige Ent- 
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