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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 62 (1934)

Kleinere Mitteilungen, 
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3. Berichtigung zu dem Aufsatz: Dämpfung und Ruhe des Flugzeug- 
kompasses, Ann. d. Hydr., 1934, S. 259. Dankenswerterweise macht mich Herr 
Prof. Dr. H. Maurer auf einen Fehler aufmerksam. In Tab. 4, S. 265, muß es 
in der Zeile 15 unter f 0.038, und nicht 0.382 heißen. Dadurch rückt dieser 
Kompaß in seiner Beurteilung selbstverständlich zu seinen Gunsten an einen 
besseren Platz. — Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß die Formel (2) 
heißen muß: tang v =, und nicht tang v = Prof, W. Immler, 
Neuere Veröffentlichungen. 
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben. 
Schweidler, E. Die Aufrechterhaltung der elek- bis 100 m etwa 70%). In dieser Schicht ist die 
trischen Ladung der Erde. Probleme der kos- Belichtung annähernd gleich, was für die Plankton- 
mischen Physik. Bd. XV. Verlag Henri z3rnährung bedeutsam ist, Die Ernährung ist ein 
Grand, Hamburg, Preis geh. 5 RM., geb. Faktor, dem eine weit größere Bedeutung zukommt, 
6.50 RM. lür das Verständnis des Ganzen, als man bisher 
Seit den Zeiten Benjamin Franklins und annahm, Im Verhältnis zur Gesamttiefe des Ozeans 
seiner Nachfolger ist bekannt, daß die Erde und kann die 50 m-Schicht biologisch als Fläche be- 
damit auch die Atmosphäre elektrische Felder ‘rachtet werden, Der Einfluß der Jahreszeiten auf 
bilden. Erst viel später wurde erkannt, daß durch das Pelagial ist wohl überschätzt worden: für den 
Jonisations die Luft leitend gemacht wird (Elster Planktongehalt des Wassers ist in erster Linie der 
und Geitel) und daß ein abwärts gerichteter Gehalt an Nährstoffen (Minimumstoffen) verant- 
vertikaler luftelektrischer Leitungsstrom vorhanden wortlich zu machen. Erst dann kommen jahres- 
ist, Durch ihn müßten aber die beiden Felder in zeitliche Faktoren in Frage. Tageszeitliche Unter- 
kürzerer Zeit vernichtet werden, Wie wir aber schiede spielen für das Nannoplankton eine geringe 
wissen, geschieht dies nicht, sondern der mittlere Rolle, höchstens bei makroskopischen Organismen. 
Wert der beobachteten Ladungen wird durch irgend- Zwei Gesamtplanktonkarten zeigen die Ver- 
einen Zustrom aufrechterhalten. Das „Wie“ bildet teilung. Im Süden des Südatlantischen Ozeans 
nun das vorliegende Problem, Einer der bedeuten. liegt ein Maximalgebiet, in der Mitte ein Minimal- 
sten Forscher auf diesem Gebiete vermittelt. hier gxebiet, ebenfalls eins im Norden. Daneben fallen 
auf verhältnismäßig geringem Raum einen Einblick mehrere Zungen auf (Kongo-Zunge, Kap-Zunge, 
in das Problem. Als Einleitung gibt der Verfasser Südwestafrikanische Zunge). Zu ihrer Erklärung 
eine geschichtliche Darstellung mit einem kurzen müssen die Strömungen herangezogen werden, 
Ausblick auf die verschiedenen Theorien, Im während im übrigen eine Übereinstimmung zwischen 
zweiten Kapitel werden der elektrische Zustand Planktonkurve und Nährstoffkurve auffallend ist. 
der Erde und der Atmosphäre geschildert, Das Die Minimalgebiete (Abb, 6) zeigen blaue Wasser- 
umfangreichste dritte Kapitel setzt sich mit den farbe. Das Nannoplankton zeigt 4 Hauptgruppen: 
sieben Haupttheorien des Zustroms auseinander, Diatomeen, Coccolithophoriden, Peridineen, Proto- 
Ihre kritische Besprechung ergibt, daß nur zwei von zoen, Eine Karte zeigt die Verteilung. Diese vier 
ihnen, den Tatsachen am besten gerecht werden, — Gruppen bilden einen biocoenotischen Typus, 
1, Der Zustrom erfolgt in den Störungsgebieten, Mentschel zeigt, daß man die Methode von Braun- 
besonders in solchen mit Gewitterbildung, durch Blanquet (Ptlanzensoziologie) für die Beurteilung des 
Leitungsströme, deren Richtung im Mittel der- Nannoplanktons nicht verwenden kann. Weiter 
jenigen des ungestörten Leitungsstromes entgegen- zeigt Hentschel die Differenzierungsrichtungen des 
gesetzt, also aufwärts gerichtet ist. 2. Der Zustrom Nannoplanktons. Maßgebend sind hauptsächlich 
erfolgt als negative Korpuskularstrahlung zur Erde, drei Faktoren: 1. Nährstoffgehalt, 2. Temperatur, 
verbunden entweder mit einer in den hohea Schichten 3, Küstennähe. Der letzte Faktor ist in seiner 
absorbierten positiven Strahlung oder mit einem Wirkungsweise noch nicht ganz faßbar. (S. 85) 
Austritt freier Elektronen aus den höchsten Schichten Daneben wirken intracoenotische Faktoren mit an 
in den Weltraum, — Das vierte Kapitel bringt eine der Differenzierung. Das Metazoenplankton wird 
Zusammenfassung der Ergebnisse, das fünfte ein in seiner Verteilung im weseatlichen durch die 
ausführliches Literaturverzeichnis. — Das anregend Verteilung des Nannoplanktons bestimmt, Bei der 
geschriebene Büchlein ist nicht nur für den Fach- biocoenotischen Beurteilung des Planktons macht 
mann bestimmt, sondern wendet sich an die vielen sich der Umstand störend bemerkbar, daß das 
Freunde der kosmischen Physik. Plankton der Netzfänge im Gegensatz zu den Se- 
Hermann Dunkel. REP CDs das Plankton nicht quantitativ 
erfaßt. eiter sind auf die Metazoenplankton- 
Wiss, Ergebnisse der Deutschen Atlantischen Ex- verteilung Temperatur und Landnähe (zonal wir- 
pedition auf dem Forschungs- und Vermessungs- kender Faktor) von Einfluß, 
schiff „Meteor“ 1925—1927. Band XI. All- Der Wert des Werkes wird durch die ein- 
gemeine Biologie des Südatlantischen Ozeans, Iringlichen Karten, z. T. farbig, wesentlich erhöht. 
Erste Lieferung. E, Hentschel. Das Pelagial An biogeographischen Tatsachen bringt die Arbeit 
der obersten Wasserschicht, Berlin u. Leipzig Neues bzw. erhärtet frühere Annahmen. — Be- 
1933. Verlag von Walter de Gruyter u. Co. dauerlich ist, daß entwicklungsgeschichtliche Fra- 
Unter oberster Wasserschicht wird die Schicht zen und ähnliche Probleme nicht berücksichtigt 
von 0 bis 50 m Tiefe verstanden. Bis 50 m zeigt werden konnten. Zweifellos würde das reiche Ma- 
sich eine sehr geringe Abnahme der Planktonwerte. terial der Expedition auch hier viel Neues bieten 
Von hier ab fallen sie rasch (bis 50 m etwa 7%, können.
	        
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