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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

Thraen, A.: Der. Einfluß der Nord-.. und ‚Ostsee auf den Nicderschlag USW. 501 
Zur Vermeidung irrtümlicher Auffassungen sei endlich noch darauf hin- 
gewiesen, daß. „,Normal‘“ hier nur der angemessene .Regenertrag für unser kleines 
Niederschlagsgebiet ist." ; | 
Wie eingangs in.dem. Abschnitt „Material‘“ erwähnt, wurde für unsere, Unter- 
suchung ein verhältnismäßig schmäler Küstenstreifen gewählt, um die deutschen 
Mittelgebirge zur Vermeidung von Unklarheiten von unserer Besprechung fernhalten 
zu können. ; a ; 
Und doch spielt wieder das sekundäre Mittelgebirge, der baltische Landrücken, 
hier eine bedeutende Rolle: Seine Luvstationen zeigen ein. starkes Plus des Nieder- 
schlagsreichtums, während sich auf seiner Leeseite eine arge Niederschlagsarmut 
geltend macht, die mit der Seeabgelegenheit Hand in Hand eine Zone schafft, die die 
allergeringsten Niederschläge von ganz Deutschland aufweist. (Hierfür vergleiche 
man die oben erwähnte Niederschlagskarte von Hellmann, „,Regenwerk‘‘; Band I, 
Beilage.) N ; 
Einzelheiten hierüber sowie überhaupt über die Niederschlagskraft einer jeden: 
Station — soweit sie die Seehöhe von 1891.bis 1910 unverändert beibehielten — sollen 
hier im folgenden.ihren Platz finden. “ Die Stätionen werden in derselben Reihenfolge 
besprochen, die uns Tabelle I aufweist. . A 
Bemerkungen zur Tabelle I. 
ı niederschlagsarm, da zwar seenahe, aber zur Flächküste gehörig. — 2 mittelmäßig niederschlags- 
reich, da zwar an der Flachküste, aber als am innersten Winkel eines Meerbusens schon mehr land- 
einwärts gelegen. — 3 wie bei 1. — 4 wie bei 1. — 5 mittelmäßig regenreich, da zwar an der Flach- 
küste, aber wohl unter dem Einfluß der Erhebungen auf den Nachbarinseln, — 6 regenreich unter dem 
Einfluß der reinozeanischen Nordsee. — 7 im verstärkten Maße wie bei 6, wahrscheinlich, weil der 
Nordsüdküste nahe und unter dem Einflusse kleiner Ausläufer des Schleswiger. Landrückens. — S außer- 
ordentlich regenreich, da in der Nähe der Nordsee, und zwar schon etwas landeinwärts gelegen, sodaß. 
die Feuchtigkeit‘ der Seewinde schon zur Kondensation gelangt. — 9 wie bei 1. — 10 zwar an der 
Flachküste, aber ein wenig mehr regenreich; ‚wohl unter dem Einflusse der Nordsüdküste. — 11 wie 
bei 10, hur etwas regenreicher, wohl weil etwas mehr nach dem Westen hin gelegen. — 12 zwar an 
der Flachküste, ‘aber mittelmäßig regenreich, wohl unter dem Einflusse der hier näher an die See 
heranreichenden Ausläufer des pommerschen Landrückens, -— 13 in erhöhtem Maße wie bei 12. — 
14 regenreich, .da an der Küste der schon mehr westlichen Lübecker Bucht. — 15 wie bei 14. — 
16 sehr regenreich, da in der Nähe der nordsüdlich verlaufenden Küste sowie der Höhen des Sam- 
landes, — 17 in erhöhtem Maßstabe wie bei 16. — 18 in verschärftem :Maße wie bei S. — 19 wie 
bei 18. —+— 20 außerordentlich 'regenreich, wohl unter dem‘ Einflusse des nahe an die Küste heran- 
tretenden Schleswiger Landrückens, — 21 regenarm, da an der Flachküste, —. 22 mittelmäßig. — 
23 wie bei 14. — 24 wie bei 14. — 25 regenreich, ähnlich wie bei 12... — 26 ähnlich wie bei], — 
27 wie bei 1. — 28 wie bei 1. — 29 normal. — 30 mittelmäßig regenreich, da im Luv des preußischen. 
Landrückens. — 31 regenreich wie bei 14. — 32 außerordentlich regenreich, da an der nordsüdlich 
verlaufenden Westküste von Holstein und zudem im Luv des Holsteinschen Landrückens. — 33 ähnlich. 
wie bei 32, nur regenärmer, da näher an der Flachküste und weiter ab von den Höhen. — 34 wie- 
bei 1. — 35 ähnlich wie bei 8. — 36 wie bei 32. — 37 sehr regenreich, da an einer nordsüdlich ver- 
laufenden Küste. — 38 wie bei 20. -— 39 wie bei 8.. — 40 wie bei 29, — 41 wie bei 5, — 42 wie 
bei 14. — 43 wie bei 20. — 44 wie bei 8. — 45 wie bei S. — 46 wie bei 20. — 47 regenreich, da 
von der Flachküste mehr abgelegen und unter dem Einflusse kleiner Erhebungen, — 48 ähnlich wie 
bei 1. — 49 normal. — 50 normal. — 51 normal. — 52 regenarm, da im Lee des pommerschen 
Landrückens. — 53 ungefähr normal. — 54 ungefähr normal. — 55 normal, — 56 regenarm, da im 
Lee des mecklenburgischen Landrückens und seefern. — 57 normal. — 58 normal. — 59 wie bei S. — 
60 wie bei 8, — 61.regenarm, da seefern. — 62 normal. —..63 in verschärftem Maße wie bei 20. — 
61 regenarm, da seefern und im Regenlee. — 65 wie bei 14. — 66 wie bei 64, — 67 wie bei 64, — 
68 regenarm, da seefern, — 69 normal. — 70 wie bei 14. — 71 wie bei 68. — 72 wie bei 8. — 73 
regenreich, da im Luv von Erhebungen. —. 74 regenreich, da ausreichend hochgelegen und unter dem 
vollen Einflusse der echtozeanischen Nordsee, — 75 wie.bei 1. — 76 regenarm, da im Lee der Schloß- 
berger Höhen. '— 77 regenarm, da im Lee des mecklenburgischen: Landrückens. ‘ —' 78 normal, — 
79 wie bei 61. — 80 normal. — 81‘sehr regenreich, da :seenahe und. hinreichend hoch gelegen. — 
82 relativ regenarm, da seenahe, aber wohl im Lee kleiner Höhen. —-83 wie bei 82. ,— 84 regenarm,. 
da seefern, — 85 sehr regenarm trotz ausreichender Seehöhe, vielleicht infolge der Lage an der west- 
östlich verlaufenden Küste der halbozeanischen Ostsee. — 86 sehr regenarm, da sehr weit entfernt von 
der Regenquelle der See. — 87 regenarm, da weit ab von der Nordsee. — 88 trotz Secabgelegenheit 
mittelmäßig regenreich; da im.Luv von Höhenzügen, — 89 sehr regenarm, da im.Lee des pommerschen 
Landrückens, — 90 nur mittelmäßig regenreich, da weitab vom Meere. — 91 wie bei 90, — 92 regen- 
arm, da.im Lee des mecklenburgischen, Landrückens. — 93 wie bei 92. -— 94 im verschärften Maße 
wie bei 92. — 95 nur mittelmäßig regenreich. — 96 wie bei 92. — 97 wie bei 89. — 98 nur mittel- 
mäßig regenreich, — 99 regenarm, da fernab vom Meere und im Lee des mecklenburgischen Land- 
rückens, — 100 sehr regenarm, da seefern. — 101 regenarm, da seefern.‘ — 102 wie bei 101. — 
103 relativ regenarm, da fernab vom Meere, — 104 wie bei 101. — 105 relativ regenatm, da seefern und im 
Lee des preußischen Landrückens, — 106 wohl wie bei 101. — 107 sehr regenarm, da im Lee des pommerschen 
Landrückens. — 108 mittelmäßig regenreich nach Seenähe und Seehöhe. — 109 ähnlich wie bei 107.
	        
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