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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

Die Eisverhältnisse des Winters 1907/08 in den außerdeutschen Gewässern der Ostsee usw. 391 
Fjord waren bereits mit so starkem Eise belegt, daß die Schiffahrt für dieses Jahr 
dort geschlossen werden mußte, Nach Meldung aus Stockholm vom 14, Januar 
war das Eis bei Sandhamn sehr stark gewesen, habe sich aber infolge der gelinden 
Witterung und des günstigen Windes mehr verteilt; das Eis im Kanholmsfjord 
zei recht schwer, bilde jedoch noch keine Gefahr für Dampfer, und es herrsche 
cbenso starkes Eis im Furäsund. Bei Isättra, in der Furäsundrinue, war der 
Dampfer »Stegeborg« eingefroren. 
Nach Meldung aus Norrköping vom 7. Januar war das Eis im Sandvik- 
und Pampusfjard 12 Zoll dick, und wurde der Kanal durch Eisbrecher offen- 
gehalten. 
) Von Westerwik wurde am 11, Januar gemeldet, daß das Eis fest sei. Am 
15. Januar kam von Kalmar die Meldung, daß die »Mathilda« im Kalmarsund 
in Treibeis geraten sei und durch Eisbrecher nach Karlskrona gebracht wurde, 
um dort zu überwintern. Das Feuerschiff »Utgrunden« wurde am 29. Dezember 
eingezogen. 
In Malmö waren die Eisverhältnisse am 3, Januar trotz des strengen 
Frostes noch sehr günstig. Auch am 1%. bereitete das Eis im Öresund der 
Schiffahrt noch keine großen Schwierigkeiten. Im Hafen hatte sich einiges Eis 
gebildet. 
Gothenburg meldete am 15. Dezember, daß der Verkehr auf dem Göta- 
Kanal für dieses Jahr eingestellt sei, Am 4, Januar hatten sich die Eisverhältnisse 
schon recht sehwierig gestaltet; der Eisbrecher Nr. 2 ging nach den Gothenburg- 
Schären ab, am 9, Januar waren die große Fahrrinne und der See eisfrei. 
Norwegische Küste des Skagerraks. Von Kristiansund kam als erste Meldung 
am 29. Dezember, daß der Dampferverkehr zwischen Gjörik und Lillehammer 
Eises wegen eingestellt sei, die Dampfer nur bis nach Redalen führen und im 
Randsfjord die Dampfschiffahrt zu Neujahr eingestellt werden sollte. Am 6. Januar 
war das Eis auch unter Oestlandet bereits so stark, daß die kleinen Fjorddampfer 
Mühe hatten, durchzukommen; Eisbrecher waren in Tätigkeit, Am 11. März traf 
der Dampfer »Odin« von Gothenburg nach einer schwierigen Reise völlig ver- 
eist ein. Der Eisbrecher »Isbjörn« brach am 31, das Eis im Bundsfjord bis 
nach Naes auf, 
Am 17. Dezember wurden von Frederekstad 17° Frost, jedoch noch keine 
Eishindernisse gemeldet. 
Yon Skien lief am 30, Dezember die Nachricht ein, das Eis in Telemarken 
sei bereits so stark, daß es die Dampferfahrt behindere, während die Schiffahrt 
in den umliegenden übrigen Gewässern noch unbehindert sei. 
Die Eröffnung der Schiffahrt. 
Die schwedischen Gewässer südlich von Älands Haff, Von Ystadt wurde 
am 14. März gemeldet, daß die Leuchtboje ausgelegt worden sei, 
Dann kam von Kalmar am 7. März die Nachricht, daß der südliche 
Teil des Kalmarsundes frei von Eis sei, jedoch noch schwere Eismassen in dem 
nördlichen Teil des Kalmarsundes lägen. Am 9. meldete ebenfalls Kalmar, daß 
das Eis im Kalmarsunde seewärts gebrochen sei, nachdem der Dampfer »Jarl« 
in Borgholm angekommen wäre; stellenweise, namentlich bei Skäggenäs, habe der 
genannte Dampfer 6 bis 7 Fuß dickes Eis angetroffen. Am 10. März ging der 
Postdampfer »Öland« nach Stora Böer, wo er nach dreistündiger Fahrt, ohne auf 
besondere Schwierigkeiten zu stoßen, ankam; die Dicke des Eises schwankte 
zwischen 8 bis 10 Zoll. Die westliche Fahrrinne des Sundes nach Norden hin 
war für Dampfer passierbar. Am 14. März wurde der Kalmarsund eisfrei, Das 
Feuerschiff »Utgrunden« hat am 21. März seine Station wieder eingenommen, 
Westerwik meldete am 10. April, daß am 8, der »Jarl« eine Rinne durch 
das Eis in der Gamelbybucht bis zur Schiffsbrücke in Gamelby gebrochen habe; 
nach Verkebäk sei die Schiffahrt am 9. durch den Dampfer »Vidar« eröffnet 
worden und es sei eine ganze Anzahl Fahrzeuge von dem Lindötief nach Verkebäk 
und Gunnebo abgegangen; das Eis nach Verkebäk habe stellenweise noch eine 
Stärke von 14 Zoll.
	        
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