Der Weg zwischen Kap Melville und der östlichen Einfahrt zur Torres-Straße, 485
meister auf Thursday-Eiland anfragen, ob sie einen Lotsen bei Bramble Cay er-
halten können,
Zufluchtsstelle. Die Mannschaften von Schiffen, die im Korallenmeer
stranden, finden Schutz und Hilfe auf der.Insel Maer, der nordöstlichsten und
größten der Murray-Inseln, wo eine Missions- und Zufluchtsstation ist. Die Schiff-
brüchigen werden von hier aus nach Thursday-Eiland befördert,
Auch die Eingeborenen auf der Insel Stephens, früher wild und feindselig,
leisten Schiffen Beistand, wenn diese durch Hissen einer Flagge im Topp dazu
auffordern. Die Eingeborenen sind von der Regierung von Queensland mit
einem Boote ausgerüstet worden und können Schiffen mit Yams, Bataten und
Kokosnüssen aushelfen.
Gezeiten und Gezeitenströme. Die Hafenzeit für Bramble Cay ist 9% 16min,
die Hochwasserhöhe bei Springtide beträgt 3.7 m (12). Bei der Insel Darnley
ist die Hafenzeit 9h 30min, die Hochwasserhöhe beträgt bei Springtide 3,7 m (12).
Am Südwestende der Großen Nord-Ost-Durchfahrt, zwischen der Insel Mount
Adolphus und Turtle backed-Eiland, ist die Hafenzeit 0% 16", die Hochwasser-
höhe beträgt bei Springtide 3.0 m (10).
Die Richtung der Gezeitenströme in der Großen Nord-Ost-Durchfahrt
hängt zum großen Teil von der Richtung der Durchfahrt, ihre Geschwindigkeit
von der Enge des Fahrwassers ab,
In der Umgebung von Bramble Cay und im südlichen Teil der Bligh-
Einfahrt setzt der Flutstrom in westlicher, der Ebbstrom in östlicher Richtung,
bei Springtiden mit 11/, Sm Geschwindigkeit in der Stunde, der Flutstrom setzt
bis 2 Stunden nach Hochwasser. Bei Nipptiden ist sowohl der Hub wie auch die
Geschwindigkeit des Stromes verhältnismäßig gering. Während des SO-Passates
wird der Flutstrom durch den Oberflächenstrom beschleunigt, Er soll dann auf
Bramble Cay zu setzen, wo infolgedessen schon verschiedene Schiffe ge-
strandet sind,
Zwischen der Insel Stephens und Dungeness-Riff lenkt das Warrior-Riff
den Flutstrom nach Südwesten, den Ebbstrom nach Nordosten ab; der Flut-
strom setzt bis 2 Stunden nach Hochwasser, Die Geschwindigkeit des Stromes
beträgt bei Springtiden in diesem Teil der Durchfahrt 1’/, bis 2 Sm in der
Stunde, Der durchschnittliche Hub bei Springtiden beträgt nicht über 3.0 m
(10’), alle Riffe liegen bei Niedrigwasser trocken.
Zwischen den Inseln Mount Adolphus und Saddle setzt der Flutstrom
nach Westen, der Ebbstrom nach Osten mit 1!/, Sm Geschwindigkeit in der Stunde
bei Springtide.
Ankerplätze. In Lee von Bramble Cay findet man auf 37 m (20 Fad.)
Wassertiefe leidlichen Ankerplatz. Man meide das Riff, das das Inselchen um-
gibt und bei Niedrigwasser teilweise trocken liegt.
Guten Ankerplatz auf 25 bis 27 m (14 bis 15 Fad.) Wassertiefe findet man
vor der Treacherous-Bucht an der Nordseite der Insel Darnley, !/, Sm von
der Küste. Der Ankerplatz bietet Schutz gegen südöstliche Winde, Beim Anlaufen
des Ankerplatzes vom Norden her muß man die drei Untiefen meiden, die sich
etwa 8 Sm nördlich von der Insel in nordöstlicher Richtung erstrecken und bei
Niedrigwasser zu sehen sind, Zu anderer Zeit kann ihre Lage an der Strom-
kabbelung und, bei gutem Wetter, am verfärbten Wasser erkannt werden; auch
brandet. es auf ihnen gewöhnlich.
Bei SO-Winden bietet auch ein Ankerplatz vor dem Nordwestende des
Riffes Schutz, das die Insel Stephens umgibt. Geschützt gegen diese Winde
ist auch der Ankerplatz an der Westseite des Riffes, das Halfway-Eiland
umgibt, 14 Sm ostsüdöstlich von Cocoa Nut-Eiland. ‘
Auf 13 oder 15m (7 oder 8 Fad.) Wassertiefe findet man guten, gegen
südöstliche Winde geschützten Ankerplatz vor der Nordwestseite von Mount
Ernest-Eiland, etwa 3, Sm von der Küste. Man kann auch vor der Südwest-
seite des Eilandes %, Sm davon auf 13 oder 15 m (7 oder 8 Fad.) Wasser ankern.
Geschützter Ankerplatz ist auch in Lee vom Double-Eiland-Riff. Siehe
auch die Angaben für die Große Nord-Ost-Durchfahrt.
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