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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

5492 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1896. 
Grye Anfang Juli 1874) um ca 0,0005 kleinere Werthe aufführt. Im nördlichen 
Theil dagegen passen beide Reihen besser, und sehr nahe stimmen Dahls Beob- 
achtungen mit denen der österreichischen Expedition an Bord der „Pola“ im 
Winter 1895 zu 1896 überein, die nach einer vorläufigen Mittheilung J. Hanns 
an die Akademie der Wissenschaften in Wien im nördlichen Theil des Rothen 
Meeres 1,0313, im mittleren, gegen Djiddah zu, 1,0298 gefunden hat. Ich halte 
die Unterschiede in den Beobachtungen, die weit über die Fehlergrenze hinaus- 
gehen, für durchaus real und bin geneigt, darin ein Anzeichen für nicht unerheb- 
liche unperiodische Schwankungen im Salzgehalt zu erkennen, die wir gleich 
ähnlich im Indischen Ocean treffen werden. — Man sieht übrigens, dafs der Salz- 
gehalt des Rothen Meeres nur nördlich von 21° N-Br höher ist als der des öst- 
lichen Mittelmeeres und südlich von 21° N-Br nicht unbeträchtlich auch hinter 
dem des westlichen Mittelmeeres zurückbleibt. Auch Prof, Dahl giebt in den 
Erläuterungen seinem Erstaunen über diesen Befund Ausdruck, der ja der 
populären Anschauung in der That nicht entspricht. 
Datum! Stunde 
17/3 
17/3 
18/3 
18/3 
19/3 
19/8 
20/8 
30/3 
aha 
ıh 15m p 
Jb 550 & 
;»h 50m P 
3h 40m a 
jh 50m p 
7h 30m a 
ah 40m n 
1 
Tag | Stunde 
21/3 
22/3 
22/3 
23/3 
23/3 
24/3 
24/3 
25/8 
25/3 
3b 35m p 
gh 100 3 
5h 400 p 
gh 25M a 
5h 55m p 
sh 503 
6b 450 p 
gh 5m a 
Bh p 
3b 20m a 
5b 400 p 
3b 15m a 
4b 30m p 
26/3 
26/3 
27/3 
27/3 
] 
Position 
N-Br | O-Lg 
Aräom. +C 
51259 
175° 
Salz- 
gehalt 
Bemerkungen 
27° 51° P3°41 
26° 11° 34° 58 
22949‘ 37° 8 
21°18' 38° 0 
18° 12° 39° 37 
6922 40° 44 
18° 50°} 41° 29 
12° 31° | 43° 43' 
„030780 
30-00 
28:70 
28:65 
27:80 
27:00 
26:60 
25:85 
20,5° 
22,2° 
24,1° 
24,6° 
25,3° 
25,79 
26,0° 
97,.1° 
031750 
30-90 
30°30 
3040 
29'70 
29:05 
28-70 
28:30 
41,27 
40,48 
39,69 
39,80 
38,91 
38,06 
37,60 
37,07 
Etwas aufserhalb Bab el Mandeb 
Aräometerbeobachtungen zwischen Aden und Colombo. 
Position 
N-Br | O-Lg 
Aräom. | E)) 115 
m: Si756 
Salz- 
gehalt 
Bemerkungen 
2° 39 
2° 29 
2° 6 
1° 36’ 
1° 21' ] 
1° & 
‚0° 37 
10° 10° 
9° 391 
8° 46' 172° 54' 
8° 8! | 74° 10° 
1° 9 77° 19° 
8° 58' | 79° 17° 
1,025:80 
25:80 
25-40 
25 40 
2590 
25 65 
25:25 
25:25 
23:15 
23:20 
23:00 
28:75 
24:05 | 
23-85 ı 
27,5° 
26,7° 
27,0° 
27,1° 
27,2° 
27,2° 
27,5° 
27,7° 
29,6° 
29,7° 
28,5° 
28,8° 
28,3‘ 
29,4” 
1.028335 
28'10 
27:80 
2783 
28:35 
28710 
27:80 
27-90 
26:33 
2640 
25:85 
26:73 
2680 
2696 
37,14 
36,81 
36,42 
36,46 
37,14 
36,81 
36,42 
36,55 
34,49 
34,58 
33,87 
35,02 
35,11 
35,32 
Nahe im SO von Abd-ei-Kuri 
Gleich wiederholt mit neuer 
Wasserprobe 
Diese Beobachtungsreihe ist die interessanteste und werthvollste von allen, 
und um ihre Ergebnisse möglichst klar erkennbar und im Zusammenhang mit 
den Aräometermessungen von Makaroff und den Chlortitrirungen von Bouquet 
de la Grye auf derselben Route hervortreten zu lassen, habe ich sie mit diesen 
graphisch (vgl. die Figur auf Seite 543) dargestellt. Die Wege der drei Beob- 
achter fallen nicht ganz genau zusammen, Bouquet de la Grye und Dahl 
gingen nahe bei Kap Guardafui südlich von Sokotora nach Osten, Bouquet de 
la Grye dann allmählich einen halben Grad südlicher durch den Achtgrad-Kanal, 
Dahl durch den Neungrad - Kanal. Makaroff passirte ebenfalls südlich von 
Minicoy; er schnitt dann Dahls Route in etwa 61'/%2° 0-Lg und kam nördlich 
von Sokotora in den Golf von Aden. Man sieht aber trotz der abweichenden 
Jahreszeiten in diesen drei Kurven übereinstimmend zwei sehr verschiedene 
Gebiete des Indischen Oceans hervortreten: westlich von 67° O-Lg hat das Wasser 
der Oberfläche einen um 2 Promille stärkeren Salzgehalt als östlich davon. Dahl 
war von dem plötzlich hervortretenden Abfall des specifischen Gewichtes am
	        
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