Port Everett am Puget-Sund,
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einer Brücke für den Wagen- und Fußsgängerverkehr überspannt. Weiter abwärts
verbreitert sich der Flufßs allmählich, so dafs er oberhalb von :Südeverett 60 m
(200 Fuls), unterhalb dieses Platzes 90 m (300 Fuß) und eben oberhalb von
Nordeverett 120 m (400 Full) breit ist. Auf der ganzen Strecke von der unteren
Eisenbahnbrücke bis zur Stadt Snohomish beträgt die Tiefe im Flusse bei Niedrig-
wasser 6 bis 8 Fuß (1,8 bis 2,4 m); die Mündung desselben aber läuft fast ganz
trocken. Der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser beträgt durch-
schnittlich 3,6 bis 4,2 m (12 bis 14 Fufs); der Flufs ist trotzdem wegen seiner
geringen Breite für gröfsere Seeschiffe nicht befahrbar.
An der Brücke von Westeverett ist zur Zeit des letzten Mondviertels an
der Innenseite mit Niedrigwasser eine Tiefe von 8,5 m (28 Fufßs) vorhanden. Der
Boden daselbst ist weich. „Orbis“ lag quer vor dem Ende der Brücke, was in
dieser Jahreszeit auch zulässig war; im Winter jedoch, wenn hier häufig starke
westliche Winde wehen, dürfte es sich empfehlen, das Schiff an einer der Längs-
seiten der Brücke, mit dem Kopfe nach aufsen und einen Buganker mit genügender
Kette voraus, zu vertäuen. Die. Lage des „Orbis“ entsprach allen Anforderungen;
wir konnten täglich vermittelst eines Dampfkrabnes 200 Tonnen HKisendraht
löschen.
Etwa 4 Sm nordwärts von Port Everett befindet sich eine indianische
Reservation. Die obigen Angaben beruhen auf meinen eigenen Beobachtungen,
den Fluß habe ich in einem kleinem Dampfer wiederholt von der Schiffswerft
bis zur Stadt Snohomish befahren.
Professor Dr. Friedrich Dahls Aräometerbeobachtungen auf der
Fahrt von Neapel nach Matupi.-
Von Prof. Dr. 0. KRÜMMEL.
Beobachtungen des specifischen Gewichtes des Seewassers, die auf Zu-
verlässigkeit Anspruch erheben können, sind noch immer eine verhältnilsmäfsig
30 seltene Sache, dafs eine Gelegenheit, solche zu erhalten, niemals versäumt
werden sollte. Als Herr Prof. Dahl in Kiel, dem Auftrage des Auswärtigen
Amtes entsprechend, die Einrichtung einer zoologischen Station auf der Plantage
Ralum des Herrn Parkinson in Neu-Pommern übernahm, hielt er es mit Recht
für nothwendig, auch die physikalischen Eigenschaften des Meeres an dieser Küste
eingehend zu untersuchen und zu diesem Zweck einen genügenden Vorrath von
Aräometern und Thermometern dahin mitzunehmen. Da ihm die Beobachtung
an Stegerschen Stationsaräometern geläufig war, prüfte ich auf seinen Wunsch
einen Satz derselben und ebenso ein Aräometer des sogenannten Marine-
bestecks, das ihm seiner grofsen Handlichkeit wegen auf der Ueberfahrt nach
Neu-Pommern zu regelmäfsigen Beobachtungen an Bord selbst dienen sollte, Da
die Skala des Marinearäometers nur von 1,022 bis 1,029 reicht, und sowohl im
Mittelmeer wie im Rothen Meer höhere specifische Gewichte zu erwarten waren,
30 stellte ich aus Messingdraht ein Aufsatzgewicht her, welches, auf die Spitze
des Skalenstengels aufgesetzt, den Werth der Skalentheile um 0,006 erhöhte.
Diese einfache Vorrichtung bewährte sich auf der Reise vollkommen, genügte
aber noch nicht, um die besonders hohen Salzgehalte im Suez-Kanal zu messen.
Zu diesem Zweck hat sich dann Herr Prof. Dahl an Bord selbst ein neues Auf-
satzgewicht angefertigt, das genau doppelt so schwer war, wie das ihm mit-
gegebene, also den Werth der Skalentheile um 0,012 erhöhte. Doch sind nur
wenige Beobachtungen mit diesem zweiten Gewicht ausgeführt worden. In einigen
wenigen Fällen reichte die Skala des Marinearäometers an ihrem anderen Ende
nicht aus, indem das specifische Gewicht unter 1,0220 herunterging. Prof. Dahl
suchte dann, wenn der Skalenstengel überhaupt noch aus dem Wasser austauchte,
durch Schätzung nach dem Augenmafs den Stand des Aräometers zu bestimmen;
sonst aber wurde ein dem Marinebesteck beigegebenes kleineres Aräometer, der
sogenannte Sucher (mit Theilung von 1,00 bis 1,04), verwendet, der aber nur
eine Einheit der dritten Decimale genauer abzulesen gestattet. In den folgenden
Tabellen sind alle Werthe dieser Art eingeklammert.