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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

‚ Köppen: Tägliche Periode der Gewitter und Regen in Kamerun, . 353 
4/4 1893 3hä K® aus NE aufziehend. 3b 10a: Wind setzt in, einer Böe, Stärke 6—-7, aus 
NE ein, 55a WNW, 7ha E, K bis Sha, . ; . ; 
“= 7/4 1893 6bp < in E, 10h 15m p.Böe, Stärke 6—7, aus E, Dauer 20 Minuten, S®%, K 
ik30mp. ‘ OU - 
1550 16/4 1893 3b 50m g Böe, Stärke 6, aus NW, Dauer 12 Minuten, 4—6h 20m a K, 8% Wind 
drehend nach S7—8. 0 ee . . N 
26/2 1894 0b 55%p Kıböe ans EzS bis Stärke 6, Dauer 35 Minuten. ıb 5m—4b 10m D SS. 
13/2 1894 9h 45% p ESE, 9b 50 Tornado aus ESE 6—7, Dauer 5 bis 6 Minuten. 
25/3 1894 4b-25%._7h 30a Tornado aus NE 7—8 einsetzend, dann NNE, später N; 
4b 30m—5ba SS, K- 
26/3 1894 anfangs Stille, 4h 4012 NE 1, 6h 20m 8 Tornado, Stärke 6—7, @, K. 
29/3 1894 11bı0mp SE 3, 11h 20M—11l 26 Tornado aus SE 5—7, 11h 25m—12h 3m 8. 
1/4 1894 0b 20% a Tornado aus SE 6—-7, Dauer 7 bis 10 Minüten, bis 5ha, 
8/4 1894 10% 50m p NNE 2, kurz darauf Tornado NNE 5—7, bis 12b 30m, 
14/4 1894 1ih 50% p Tornado aus N, umspringend auf NNE bis. Stärke 7, bis 5a, 
8/5 1894 Ob 25% a—0h 55% 2 Böe aus NE 5—6, A; Ko, 
9/5 1894 7h 15 m—7h 35m a Regenböe aus E 6—7. 
16/2 1895 8b 30% a Böe aus ENE 8, © bis 2h 15"p, K 8b 50a bis 2h 5m p. 
3/3 1895 7b 30m a ESE, 7h 35m..7h 55m Regenböe aus ESE, Stärke 7 während 4 Minuten; 
5/3 1895 2b 15m ENE, 3b 35...4h 10% a Regenböe ans ENE 6, 3b 50m—6h Tin NW. 
11/4 1895 5h 5m-—6h 30m a Regenböe aus EzN 7—8, Dauer 7 Minuten, 
Auch die „Tornados“ fallen hiernach im Kamerun-Hafen überwiegend in 
der Nacht ein. Die Anfangszeiten der angeführten Gewitterböen vertheilten sich 
auf die sechs Wachen, wie folgt: ; ; ; 
Oba :4ha 8ba 12ba hp, 8bp 212%p 
ba N . aan a) a man ae? main, a 
10 6 1 1:72 . 5 
Nach der Lage der Dinge dürfen wir.indessen dieses . ausgesprochene 
nächtliche‘ Gewittermaximumn in Kamerun wohl nicht mit jenem in Verbindung 
bringen, das neuerdings für den offenen Ocean nachgewiesen ist.) Vielmehr 
dürfte es mit derjenigen Verspätung des Maximums auf den Abend in Parallele 
zu setzen.sein, die von der, dem herrschenden Gewitterzuge abgekehrten Seite 
von Gebirgen--schon seit lange bekannt ist... So. hat. schon im Anfange der 
70er Jahre Woyeikof gezeigt, dafs auf der Ostseite des Urals und der Karpathen 
(Wolhynien) die Gewitter erst in den frühen Abendstunden ihr Maximum erreichen, 
mehrere Stunden. später als im übrigen Russland, Ebenso erscheinen die den 
„Tornados“ von Westafrika. ganz analogen, aus Osten ziehenden Gewitterböen 
(„Chubascos“) der Westküste von Mittelamerika an der Küste erst gegen 8 Uhr 
abends; dabei treten nach Dr. Sapper („Peterm. Mitth.“, Ergänzungsheft 113) 
in .Guatemala die Gewitter. um so früher ein, je. höher der Ort liegt: aüf den 
Gipfeln der Vulkane und des Massengebirges schon um Mittag oder bald danach, 
in der Küstenebene: erst gegen Abend. . | 
Es dürfte sich bei diesen Verspätungen auf dem .Festlande grofsentheils 
am die verschiedene Entfernung der Orte von den bevorzugten Entstehüngsorten 
der Gewitter, den Gewitterherden,. handeln, also um geographische Unter- 
schiede im durchschnittlichen Alter der Gewitter. ; . 
Dalßls es solche bevorzugte Geburtsstätten der Gewitter giebt, wird sehr 
allgemein angenommen; der genauere Nachweis dafür steht leider bis jetzt noch 
aus, man kann ihn aber aus der Diskussion der jetzt auf viele Hunderttausende 
angewachsenen Vorräthe an Gewitter-Postkarten mit der. Zeit erwarten. In den 
eben erwähnten Fällen waren Gebirge die wahrscheinlichen Gewitterherde. In 
dem folgenden, aus dem tropischen Äfrika herrührenden Fall scheinen diese eher 
in überschwemmten Flächen zu liegen. Nach Schmids „Grundrißs der Meteoro- 
logie“, Seite 233 (oder desselben Lehrbuch, Seite 697) erlebte Vogel im Mai 1854 
drei Wochen lang im Lande Mosgu, westlich vom Schari in 10°‘ bis 11° N-Br, 
jeden Abend ein Gewitter, wie er es bis dahin noch nie gesehen hatte, eingeleitet 
von einem Windstofs, der alle Zelte umwarf und auf den unmittelbar eine wahre 
Sintfluth von Regen folgte; das Lager glich gewöhnlich am Morgen einem 
unendlichen Morast, . 
Eine Verspätung des Maximums der Gewitterhäufigkeit bis weit über 
Mitternacht hinaus, wie wir sie in Kamerun finden, ist mir indessen. von keinem 
1) Vgl. Meinardus in diesen Annalen .1895, S. 506, und Haltermann im laufenden 
Jahrgang, S. 166. Gerade die Unabhängigkeit der beiden Arbeiten voneinander macht die Ueber- 
ainstimmung ihrer Resultate besonders werthvoll, 
Ans. d, Hydr. etc., 1896, Heft VIII,
	        
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