Knipping: Die Guinea- und Aequatorial-Strömungen,
Behandlung, die zugleich eine bequeme Ausführung. berücksichtigen mulfs, läfst
sich der Uebelstand überhaupt nicht statistisch bekämpfen, höchstens synoptisch,
und dazu fehlen wieder in den meisten Meeren .die Beobachtungen und die ent-
sprechenden Karten. .
Die graphischen Darstellungen im Atlas sind ohne Ausnahme übersichtlich
und klar und der in der Einleitung ausgesprochene Grundsatz, soviel wie möglich
Alles anzugeben, so dafs sich Jeder sein eigenes Urtheil über den Werth der Er-
gebnisse bilden kann, ‚überall durchgeführt, wo es‘ ging, in den Karten und in
den Tabellen.
Da ein Vergleich nach der einen oder anderen Richtung mit verwandten
Arbeiten immer lohnt, weil die Unterschiede hervortreten, nehmen wir: zunächst
„Quadrat 3“ (0° bis 10° N-Br, 20° bis 30° W-Lg; Atlas und Bemerkungen,
Meteorologisches Amt, London 1874)!) für Februar vor. Für diesen Monat hat
nämlich die‘ holländische Arbeit anscheinend die wenigsten Beobachtungen
(Februar 1103, Juli 3426). Es handelt sich um den Raum von 2° bis 10° N-Br,
20° bis 28° W-Lg, der beiden Arbeiten gemeinsam ist.
Strombeobachtungen im Februar.
Obere, gewöhnl. Zahlen: Utrecht (hier aus A abgeleitet).
Untere, fette Zahlen: London.
B. Zweigradfelder.
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N
0—— 7 A 6—— A ———
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N
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112
53
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1?
20
WW.
A
20
Ein solcher Vergleich genügt, um die Ueberlegenheit der Eingradfelder
beim Strom auch für den Fall zu zeigen, wo die Zahl der Beobachtungen kleiner
ist. In der Nordwestecke von B scheint z. B. die 12 der 3 überlegen, ist es
aber nicht unbedingt, wenn man A ansieht, da alle drei Beobachtungen auf dasselbe
Eingradfeld fallen, während man von der Vertheilung der 12 Beobachtungen inner-
halb des Zweigradfeldes nichts weifs. Vertheilt man diese gleichmäfßig, so kommt
man auch nur auf drei Beobachtungen für je ein Eingradfeld.
In der Südwestecke von B findet man 15 und 9; alle 15 Beobachtungen
kann man (nach A) richtig unterbringen. Bei der 9 hat man die Wahl zwischen
vier Feldern, die Unsicherheit, und im Durchschnitt nur zwei Beobachtungen für
das Eingradfeld.
Der Vortheil, bei Strombeobachtungen von KEingradfeldern auszugehen,
mufs in der Nähe von Land noch mehr hervortreten, wo bei dem genaueren
Verfahren doch höchstens alle Beobachtungen innerhalb 60 Sm senkrecht zur
Küste zusammengefafst werden, während sonst die Entfernungen auf 120 bis
300 Sm anwachsen können. (Nach bisheriger Gewohnheit Zweigradfelder und
‘) Die Annalen 1875, S. 133, enthalten eine zum Theil auf Quadrat 3 beruhende Ab-
handlung:. „Ueber die Strömungen in den Aequatorialgegenden des Atlantischen Oceans,.“ Von
CC, Koldewey,