Maguietische Beobachtungen in dem deutschen Küstengebiete im Jahre 1895,
1895 Juni
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22 24 10"p H=0,17708.C. 6. S. (Magnet TI).
22 2 20”p H = 0,17660 C. G. S. (Magnet ID.
22 245" I= 68° 240'’N (weiche Eisenstäbe). ;
. Aus den Deklinationsmessungen, ausgeführt von dem Kommando $. M. Ver-
messungsfahrzeug „Albatross“, ergeben sich folgende auf Tagesmittel nach der
Wilhelmshavener Periode reducirte Werthe:
Herzhöner. Elbdeich . .- .53°46,7'/N-Br 9° 25,7‘ O-Lg 1895 Mai 16. . .d=11°57,4'W (2 Beob.)
Brunsbüttel Nenenkoog-Deich 53° 53,5‘N-Br 9° '8,1‘0-Lg Mai 19—20 . . 12°17,8‘W (3 Beob.)
Cuxhaven . 0. + + .58°52,4'N-Br 8° 42,6'0-Lg Mai 27—Juni 7 . 12°30,4'W (6 Beob,)
Norderney... . . + , .53°42,0'N-Br 7° 9,2'O0-Lg Juni 21—22 . . 13°33.0'W (2 Beob.)
Tönning . . 0. 0. ‚54° 18,6’ N-Br 8° 56,3‘O-Lg August 5—13 . 12° 26,6‘ W:;(8 Beob.)
Magnetische Beobachtungen an der Ostküste von Afrika.
(Deutsches Schutzgebiet.)
Wie in den einleitenden Bemerkungen zu diesem Berichte schon gesagt,
verliefs Herr Dr. Hans Maurer im Laufe des Berichtsjahres Hamburg, um
seine Stellung als Regierungs-Meteorologe für Deutsch-Ostafrika anzutreten. Der-
selbe machte mit dem Theodolit Hechelmann No. 6865, welcher vor dem Weg-
gange im Kompafs-Observatorium der Seewarte untersucht worden war, einige
Bestimmungen in Dar-es-Salam,. deren. Ergebnisse, wie folgt, waren: ..
Magnetische Inklination am 27. Dezember 1895 6*p = 36° 37,28,
Die Bestimmung wurde mit zwei Nadeln ausgeführt. .
Magnetische Deklination am 28. Dezember 1895 931” a — 8° 58,6‘ W.
» 448" p = 8° 56,7 W.
Jeder einzelne Werth war aus 12 Ablesungen abgeleitet; die Nadel wurde
amgelegt. . . ; ; ;
Horizontal-Intensität am 28, Dezember 1895 5"8”"p = 0,29252.C. 6.8.
Der angegebene Werth wurde nur aus Ablenkungen abgeleitet unter
Benutzung der Größe u, abgeleitet aus Ablenkungen und Schwingungen,
Die angegebene Zeit ist Lokalzeit, erhalten aus Beobachtungen, welche
auch zur Ermittelung des astronomischen Meridians dienten. ;
Kine Reduktion auf mittlere Tageswerthe fand nicht statt, so dafs die
gegebenen Werthe nur für die beigeschriebenen Lokalzeiten gelten. Dr. N.
Ueber die Berechnung nautisch-astronomischer. Aufgaben mit
Hülfe vierstelliger Logarithmen.
Zweite Abhandlung.
Von Dr. O0. FULST, Lehrer an der Seefahrtschule in Bremen.
Unter derselben Ueberschrift ist von mir in Heft IV des vorigen Jahr-
ganges dieser Zeitschrift eine kleine Arbeit veröffentlicht worden, in der die
Fehler, die beim Rechnen mit vierstelligen Logarithmen auftreten, ihrer Gröfse
und Häufigkeit nach abgeleitet worden sind. Es war dort die Voraussetzung
gemacht worden, dafs die Berechnung mit der gröfstmöglichen Genauigkeit durch-
geführt, dafs also beim Ausnehmen des Winkels aus der Tafel eingeschaltet und
dabei nicht einmal auf Zehntelminuten abgerundet würde, In den meisten der-
jenigen Fälle aber, in denen man vierstellige Logarithmen verwenden kann,
wird eine derartige Genauigkeit in der Rechnung nicht nöthig sein, sondern es
wird genügen, die Rechnung auf ganze Minuten durchzuführen.
Jeder, der viel mit Logarithmen gerechnet hat, weiß, dafs gerade das
Einschalten die lästigste und zeitraubenäste Arbeit ist und dafs es hänfig Ver-
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