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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

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Annalen der‘ Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1896. 
auf beständige Ströme gesagt ist, ist nur provisorisch und lediglich auf dem Wege 
des Versuches festgestellt worden. 
Wechselstrom. Es sind Versuche im Leuchtfeuer-Depot gemacht worden, 
an Stelle der Maschinen von de Meriten Dynamos mit Wechselstrom auf- 
zustellen, welche weniger schwerfällig und ökonomischer sind. Mit Hülfe der 
Gesellschaft „l’Eclairage Electriqgue“ zu Paris ist ein Alternator mit unabhängigem 
Erreger, passend für die Beleuchtung von Leuchtthürmen, konstruirt und versucht 
worden. Die Resultate sind leidlich befriedigend; der Alternator kann für ver- 
schiedene Stromstärken Verwendung finden, er gestattet eine passende Regulirung 
des Bogens und besitzt hinreichende Selbst-Induktion, um allen Zufälligkeiten 
beim Gebrauch begegnen zu können, Dennoch muß anerkannt werden, daß er 
de Meritens Dynamo noch nicht ebenbürtig ist, welcher immer noch für die 
Erfordernisse des Leuchtfeuerwesens die passendste Maschine bleibt. Nach den 
Versuchen erwartet man, obgleich die Maschine zur Zeit noch nicht allen Er- 
wartungen entspricht, dafs dieses Resultat dennoch demnächst erreicht werden wird. 
Versuche mit Kohlen. Andere und mehr erfolgreiche Versuche, die 
günstigsten Bedingungen zur Herstellung des Voltaschen Bogens für die Leucht- 
kraft der Apparate festzustellen, sind seit lange im Leuchtfeuer-Depot angestellt 
worden. 
Für diesen Zweck ist nicht die gröfstimnögliche Vermehrung der Intensität 
des bloßen Lichtes, wie bei gewöhnlicher Verwendung elektrischen Lichtes, zum 
Zielpunkt der Versuche gemacht worden, sondern besonders die Erzielung des 
Maximums seiner innewohnenden Leuchtkraft (Helligkeit),*) welche die Schärfe 
des Lichtkegels und folglich die Leuchtweite des Leuchtthurmes bestimmt. Auf- 
merksamkeit ist demnach auf die Koncentration der Breunfläche der Kohlen ver- 
wendet worden, und wie sie am passendsten einzusetzen und ihr Durchmesser 
zu dem Minimum der elektrischen Stromstärken passend zu reduciren sei. Dank 
der Hülfe von Edmond Carre ist das Problem für Kohlen von 0,010 m und 
0,016 m Durchmesser zufriedenstellend gelöst worden, betreffs des Durchmessers 
von 0,023 m werden die Studien fortgesetzt, aber die Versuche mit kupferfarbigen 
Kohlen lassen erwarten, dafs bald passende Resultate erzielt werden. 
Bestimmung des Abstandes zwischen den Kohlen, Der Abstand, 
welcher zwischen den Kohlen zu belassen, ist durch Versuche bei verschiedenen 
Stromstärken festgestellt worden. Zu berücksichtigen war, das Maximum der 
wahren Helligkeit des Lichtstromes zu erhalten, welches von jeder Kohle aus- 
strömt und wenigstens theilweise durch die Wirkung des bifokalen Apparates 
arhöht wird. Aufeinanderfolgende Versuche sind methodisch bei allmählicher 
Vergröfserung des Abstandes bis auf 0,015 m und bei photometrischer Messung 
des erfolgten Blinkes im Abstande von 600m gemacht worden. 
Es hat sich so ergeben, den Abstand auf etwa 5 mm für eine elektrische 
Betriebskraft von 45 Volt und für alle gebrauchten Durchmesser festzustellen. 
Luft-Kondensatoren. Für Betriebsmaschinen sind Neuerungen nicht 
gemacht worden. 
Um jedoch den Wasserverbrauch der aufgestellten Dampfmotoren unter 
Umständen, bei welchen die Speisung mit Wasser guter Beschaffenheit schwierig 
ist, ökonomisch zu gestalten, sind sie mit einem sehr einfachen Luft-Kondensator 
nach Monin, Paris, versehen worden. 
Derselbe ist zusammengesetzt aus einer metallenen Wasserleitung, gebildet 
aus gufseisernen Röhren mit kleinen eisernen Flügeln, welche auf dem Dach des 
Maschinenhauses aufgestellt sind. Der aus dem Cylinder strömende Dampf wird 
in dieser Leitung kondensirt und kehrt alsdann in die Speisetanks zurück. Die 
Scheidung der mechanisch weggeschafften Fetttheile (Schmiere) wird mit Hülfe 
4) Die kürzlich ausgeführten Versuche scheinen zu beweisen, dafs die innerliche Helligkeit 
ler Kohlen unverändert bleibt, einerlei, aus welchen Stoffen sie zusammengesetzt sind, welchen 
Durchmesser sie haben und was auch ihre Breite und die Ordnung des Voltaschen Bogens sein 
mag, - Die Folge davon ist, dafs die Leuchtkraft der Apparate selbst unveränderlich sein sollte und 
lafs sowohl der Durchmesser der Kohlen als ihre volle Helligkeit nur Einflufs auf die Divergenz 
ler Leuchtgarben, welche sie ausstrahlen, ausüben. Das Resultat ist, wie wir weiterhin sehen werden, 
in vollem Widerspruch mit den gut beobachteten 'Thatsachen und den photometrischen Messungen 
über die Helligkeit der den verschiedenen Stromstärken entsprechenden Leuchtgarben. Diese 
Messungen beweisen deutlich die Veränderung des Blinkes, wenn nicht des Weifsglühens, so doch 
ler Lichtkegel, (Siehe Seite 183.}
	        
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