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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1895.
um 8a beobachten; noch schlimmer sind aber die Sprünge in der Abendkarte,
indem England und Frankreich schon um 6" p Londoner resp. Pariser Zeit,
Deutschland und Norwegen um 8*p Ortszeit, der Osten aber, einschliefslich
Schweden und Dänemark, um 9% p Ortszeit beobachtet. Da nun gerade das
Gebiet stärksten Steigens des Barometers am Abend des 22, von dem gröfsten
dieser Sprünge durchzogen wird, so haben wir die Lage desselben auf der Karte
durch eine Doppellinie angegeben, längs deren die Isobaren sich nicht aneinanderschliefsen,
 sondern den dem Zeitunterschied entsprechenden Unterschied der Lage
zeigen. Von den Abendbeobachtungen aus Belgien und den Niederlanden haben
wir nur jene vom Helder benutzen können, die wie in Deutschland um 8 p

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23.Dezember 1894
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Fig, 4.

angestellt sind; Utrecht beobachtet um 10*, Vlissingen um 7* und Brüssel um 9*!
Einheitliche Beobachtungszeiten für die Wetterberichte in ganz Europa werden
gewifs dereinst erreicht werden; vorläufig ist aber der Zeitpunkt leider noch
nicht abzusehen. Die Anträge in dieser Richtung, welche die Seewarte auf den
internationalen meteorologischen Konferenzen in Paris und Upsala eingebracht
hat, sind vorläufig ohne Resultat geblieben.
Figur 4 zeigt das Minimum am Morgen des 23. in Südschweden; es hatte
also in ca 23 Stunden etwa 970 km zurückgelegt, oder 42 km in der Stunde.
Die stärksten Gradienten fanden sich auch jetzt an seiner Südwestseite, hatten
aber fast auf die Hälfte ihrer früheren Größe abgenommen: der Unterschied
zwischen Bornholm und Hannover stellt sich auf 16,1/4 — 4,02 mm, jener auf
der kurzen Strecke Thiessow—Magdeburg auf etwa 10,2/2,3 = 4,44 mm. Die
ungleichseitige Entwickelung der Depression tritt auf dieser Karte schon erheblich
            
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