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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

Köppen: Der Sturm vom .22, Dezember 1894,

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erreicht hatte, der Druckunterschied zwischen Kiel und Hamburg 3,3 mm auf
87 km, jener zwischen Keitum und Wilhelmshaven 6,5 mm auf 153 km, was auffallender
 Weise nur einen Gradienten. von 4,2 und 4,1 mm ergiebt. Es ist natürlich,
 dafs lokal der Gradient viel höhere Werthe erreicht, und dafs dessen Maximalwerthe
 um so kleiner ausfallen, je gröfser der Abstand der Stationen ist, die man
zu seiner Feststellung benutzt.
Figur 3, die sich auf den Abend des 22, bezieht, leidet an dem Uebelstande,
 dafs die Beobachtungen, die auf ihr vereinigt werden mulfsten, bei Weitem
nicht gleichzeitig sind. Solange die Bewegungen des Barometers langsam sind,
tritt dieser Uebelstand nicht sehr stark hervor, und lassen sich die Aufzeichnungen

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22.Dezember 1894
8? o.m.

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Fig. 3.

in den verschiedenen Ländern Europas zu einem ziemlich richtigen Gesammtbilde
verbinden. Wenn aber, wie es in diesem Falle nach dem Vorübergange des
Minimums z. B. in Hamburg von 3*a bis 6a der Fall war, das Barometer um
volle 2 mm per Stunde steigt, so lassen sich Beobachtungen benachbarter Stationen,
die um Stunden auseinanderliegen, nicht mehr zu einem Bilde vereinigen. Die
Abweichung von der Gleichzeitigkeit, die darin liegt, dafs in vielen Ländern man
vorzieht, die Beobachtungen nach gleicher Ortszeit und nicht nach gleicher Weltzeit
 anzustellen, hat wenig entstellenden Einfluß auf die synoptischen Karten, da
die Abweichung in diesem Falle eine räumlich durchaus stetige, von Sprüngen
freie ist. Die sprungweisen Unterschiede dagegen, welche noch immer von Land
zu Land in Bezug auf die Beobachtungszeiten sich zeigen, sind für die Zeichnung
richtiger Wetterkarten höchst störend. Schon in der Morgenkarte finden sich solche
Sprünge, indem Frankreich, Oesterreich und Russland um 7" a, die übrigen Länder
            
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