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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Aus dem Reiseberichte S, M. Kr.-Freg. „Leipzig“. 
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da dieselben von Bord aus nicht ausgemacht werden konnten, obwohl man nach 
der Karte zwischen ihnen und der Insel Boano einmal hätte müssen hindurch 
sehen können. 
Während der Nacht wurde durch die Pitt-Passage gesteuert, und am nächsten 
Morgen beim Hellwerden war die Insel Great Canary in Sicht. Eine Strom- 
versetzung hatte nicht stattgefunden. Die Unsicherheit der Lage des Fitz 
Maurice - Riffes macht einen kleinen Umweg nothwendig, so dass sich eine 
gelegentliche genaue Bestimmung desselben empfehlen dürfte („Reported Dangers 
to Navigation in the Pacific Ocean“ "Theil II, No. 92). Die hohen Berge der 
Insel Rattanta- kamen bereits in Sicht als sich das Schiff noch querab von der 
Insel Popa befand. 
Am Nachmittag desselben Tages wurde die Pitt-Strafse passirt und in der- 
gelben ein 3 Sm starker östlicher Mitstrom wahrgenommen, der sich jedoch nach 
dem Verlassen der Strafse nicht mehr bemerkbar machte. 
Die Fahrt durch die Strafse ist für Dampfer äufserst einfach. 
Von der Insel Amsterdam ab bis zum Kap D’Urville, sowie über die 
Geelving-Strafse fehlen in den Segelanweisungen jegliche Angaben. Der Weg 
durch letztere Strafse scheint für westlich steuernde Dampfschiffe während des 
Ost-Passats vortheilhaft, weil sie in der Strafse voraussichtlich weniger Strom 
und See gegenan finden werden, als wenn sie aufsen herum gehen. Um 3 Uhr 
Nachts befand sich das Schiff querab von der Insel Amsterdam und stellte von 
hier bis zum Kap Ingnesui (Ort des Schiffes beim Dunkelwerden am nächsten 
Tage) durch zuverlässige astronomische Beobachtungen einen westlichen Strom 
von 1!% Sm in der Stunde fest. Beim Hellwerden am 17. August befand sich 
das Schiff in der Mitte des Eingangs der Geelving-Strafse. Während der Nacht 
hatte der starke westliche Strom vom Tage vorher nachgelassen und das Schiff 
im Ganzen nur etwa 4 Sm westlich gesetzt. Die Inseln Mojia, Korido und Mefur 
waren gleichzeitig in Sicht. Mehrfache Kreuzpeilungen ergaben, dafs ihre gegen- 
seitige Lage zu einander richtig war. Die astronomischen Öbservationen stimmten 
ebenfalls mit den Kreuzpeilungen überein, so dafs.auch die geographische Länge 
der Inseln als richtig angesehen werden kann. Die Insel Mofia war bei 20 Sm 
Entfernung eben über dem Horizont sichtbar. ; 
Bei der Fahrt durch die Geelving-Straßse wurde am Vormittag ein Mit- 
strom (östlich) ‘von mindestens 3 Sm in der Stunde übereinstimmend durch Ob- 
servation und Landpeilungen beobachtet. Da dieser Mitstrom am Nachmittag 
verschwand und während der darauf folgenden Nacht wieder ein Gegenstrom fest- 
gestellt wurde, dürfte er auf Gezeitenströmungen zurückzuführen sein, umsomehr 
da es zwei Tage nach Neumond war. 
Die Aufsenlinien der Insel Biak der Mysori-Gruppe scheinen nicht ganz 
richtig zu sein. . Die Lage der Padeaido-Inseln stimmte genau mit dem observirten 
Besteck überein; die nächstgelegenen wurden auf 5 Sm Abstand passirt. Es sind 
niedere stark bewaldete Inseln. 
Am darauf folgenden Mittag (18. August) wurde das Kap D’Urville bei 
15 Sm Abstand passirt. Genanntes Kap war eine Stunde lang als ganz niedriges 
Land über dem Horizont in Sicht. Nachmittag gegen 3 Uhr kam die Insel 
Kumamba bei 40 Sm Abstand in Sicht, dieselbe muls daher über 300 m hoch sein, 
Am: 19. August Abends befand sich das Schiff in unmittelbarer Nähe der Humboldt- 
Bai. Eine Peilung der westlichen Huck stimmte mit dem observirten Besteck 
überein. 
Vom 18. Mittags bis 19. Mittags wurde eine nordwestliche Stromversetzung 
von 3/4 Sm per Stunde festgestellt, am darauffolgenden Tage verminderte sich 
dieselbe jedoch auf 0,3 Sm. Am 20. August Nachmittags wurde die Bertrand-, 
Guilbert- und D’Urville-Insel passirt. Die Gröfsenverhältnisse der beiden Inseln, 
sowie ihre gegenseitige Lage zu einander sind, nach den genommenen Kreuz- 
peilungen zu schließen, richtig; ihre geographische Länge dagegen differirte nach 
zuverlässigen astronomischen Beobachtungen um 5‘, und zwar müssen die Inseln 
in der Karte weiter nach Ost gerückt werden. Die Länge der Insel D’Urville 
stimmte mit der astronomischen Observation überein. Während der Nacht wurde 
an der Innen- (südlichen) Seite der Schouten-Inseln längs gedampft und die Fahrt 
so geregelt, dafs sich das Schiff beim Hellwerden beim Kap della Torre befand, 
Ann. d, Hydr. etc., 1891, Heft II,
	        
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