Kleine Notizen.
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Das Trinkwasser ist sehr gut, doch mufs man es in seinen eigenen Fässern holen
und nicht in Ziegenschläuchen bringen lassen, Da es 2 Sm weit hergeschleppt
werden muß, ist es ziemlich theuer. Auch Ochsen, Ziegen und Schafe sind zu
bekommen, ebenfalls sehr guter Honig.“
4. (D. S.) WUeber.die Seezeichen und die Schiffsführung im
Spencer Golf, Süd-Australien, bemerkt Kapt. A. Schulz von der Hamburgr
Bark „Julio Teodoro“ das Folgende: „Die Seezeichen im Spencer Golf sind sehr
schlecht erkennbar; infolge der Beschmutzung durch Vogeldung sehen sie alle
weiß aus, und der verschiedene Anstrich schwarz, roth oder weiß, giebt deshalb
kein Unterscheidungszeichen ab. Dies führt manchmal zu recht unangenehmen
Irrthümern. ‘ Die Tonnen auf Four Fathom-Bank und auf Middlie-Bank fehlten
während unserer Anwesenheit, im Januar 1891, gänzlich. Für Middle-Bank ist
die Errichtung eines Leuchtthurms auf Schraubenpfeilern in Aussicht gestellt,
und wäre es sehr zu wünschen, dafs dies bald zur Ausführung käme, denn bis
Tipara-Riff fehlt es überall an zuverlässigen Peilungen, und auf das Loth allein
sich zu verlassen möchte doch nicht rathsam sein. Die einzige gute Peilung
unterhalb Lowly Point bietet Mount Young; wenn dieser aus Sicht gegangen ist,
hat man so zu sagen nichts mehr zum Anhalt. Beim Aufkreuzen gegen südlichen
Wind, wozu in dieser Jahreszeit, dem südlichen Sommer, mindestens 80 %% aller
ausgehenden Schiffe genöthigt sind, ist es jedenfalls nicht von Vortheil, während
der Fluth unter Segel zu bleiben; auch halte ich es nicht für rathsam, in der
Nähe von Middlie-Bank, so lange sich dort kein Feuer befindet, während der
Nacht zu kreuzen, denn die Lothungen sind unzuverlässig und selten in Einklang
mit der Karte zu bringen. Zum Ankern ziehe ich immer die Ostseite des .Golfs
vor, weil manchmal nach Sonnenuntergang, am häufigsten nach leichtem Südwind,
ein östlicher. Wind durchkommt, den man natürlich ausnutzen muß. Nachdem
man T7%ipara-Riff passirt hat, ist Ankern nicht mehr nothwendig, weil man dann
Raum genug hat und die Strömung bedeutend schwächer findet. Luftspiegelungen
sind am, Spencer-Golf häufig; sie werden als ein Anzeichen nördlichen Windes
angesehen, der dann gewöhnlich 12 bis 24 Stunden anhält.“
5. Beschreibung des Langkat-Flusses. Ostküste von Sumatra.
‘„Hydrographische Mededeelingen‘““ 1/4. Batavia 1891.) Nach einem Berichte
des Kommandanten des niederländischen Vermessungsschiffes „Mevill van Carnbee“,
Lieut. z. See 1. Klasse G. F. Tijdeman liegt die Mündung des Langkat-Flusses')
va 3 Sm ostwärts der Spitze Batoe Tjamal. Dieselbe hat eine Breite von 1000 m,
jedoch ist das Fahrwasser bedeutend schmaler, und solches befindet sich im
Anfange am östlichen Ufer.. Nach der Mündung führt über die breite Küstenbank
ein schiffbares Fahrwasser, welches durch eine schwarze Bakentonne als Außen-
tonne und einkommend an B-B. durch acht schwarze und an St-B. durch acht
weiße Tonnen betonnt ist. Infolge des ausströmenden. Wassers des "2 Sm
westlich liegenden Serapoh-Flusses verändert sich die Tiefe des Fahrwassers und
grreicht keine besondere Tiefe. Die geringste Wassertiefe in demselben ist
ca 1,2 m bei Springzeit-Niedrigwasser, und diese findet man ungefähr bei der
Aritten schwarzen Tonne. Am westlichen Ufer der Mündung, von wo aus die
Küste eine westliche Richtung verfolgt, steht am flachen Strande ein weilser
hölzerner Leuchtthurm mit einem rothen festen Feuer. Letzteres befindet sich
3,5m über Wasser und hat eine Sichtweite von 2 Sm. Um den Leuchtthurm
bei Tage besser zu erkennen, ist hinter demselben eine weiße Holzwand errichtet.
Die Aufsentonne liegt 1'/s Sm in Nord von dem Leuchtthüurm. ;
Die Hafenzeit auf der Barre ist 1 Uhr, und die Fluthhöhe beträgt bei
Springzeit 2,1 m. Von See aus ist die Langkat-Mündung leicht an den hohen
Tamarinden-Bäumen zu erkennen, welche auf der östlich der Mündung liegenden
kleinen Insel Tapak-Roeda stehen, sowie auch an den hohen Bäumen bei Oedjoeng
Damar zwischen den Flüssen Langkat und Serapoh,
In dem Flusse findet man bei Niedrigwasser stets ebensoviel Wasser, als
im Fahrwasser nach der Mündung. bei Hochwasser ist, mithin 3,7 m. Der Grund
des nach der Mündung führenden Fahrwassers besteht aus Schlamm und Sand
und ist frei von Steinen, an beiden Seiten des Fahrwassers liegen zum Theil
trocken fallende Bänke, welche an der Ostseite steil abfallend sind und deshalb
) „China Sea Directory“. Vol. I. 1886, Seite 251.