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Das Klima Helgolands.
Die vorherrschende Windrichtung ist somit, wie in Nordwest-Deutschland
und insbesondere an der Nordseeküste, die südwestliche und die westliche.
Während aber demnächst an der südlichen Nordseeküste die Ostwinde am
häufigsten sind, schliefst sich Helgoland mit den in dritter Reihe folgenden
Nordwestwinden unserem westlichen, dem schleswig-holsteinschen Küstenlande
an, unterscheidet sich jedoch von diesem wiederum dadurch, dafs auf Helgoland
die Ostwinde den Nordwestwinden an Häufigkeit nicht viel nachgeben, während
die ersteren dort sehr in der Minderzahl sind. Mit einem Worte, es zeigt
sich ein Uebergang von dem Windregime der südlichen zu dem der östlichen
Nordseeküste.
In welcher Weise diese Gesammtvertheilung zu Stande kommt, ersieht
man aus den Aenderungen der Windverhältnisse in den einzelnen Jahres-
zeiten. Die Prävalenz der Südwestwinde in der ‚Jahresvertheilung ist das
Resultat ihrer überwiegenden Häufigkeit im Herbst und Winter; im Frühjahr
treten sie ihre Herrschaft an die Ostwinde ab, derart, dafs sie im April sogar
zu den am wenigsten hervortretenden Winden gehören, im Sommer endlich
stehen die nordwestlichen Winde im Vordergrund, die zuerst mit den Nordwinden
und sodann im Hochsommer mit den Westwinden konkurrirend bei Beginn des
Herbstes wieder den Südwestwinden die Oberhand lassen. Von den bevorzugteren
Windrichtungen spielen die Westwinde eine sehr gleichmäßige Rolle, da sie in
allen Jahreszeiten ziemlich gleich häufig sind und meist die zweite Stelle ein-
nehmen. Die genauere Besprechung der Windvertheilung in der jährlichen
Periode und die Vergleichung mit den Windverhältnissen auch nur des nord-
deutschen Küsten- und Tieflandes von Monat zu Monat würde den hier zur
Verfügung stehenden Raum weit überschreiten; doch mag das Eine noch hervor-
gehoben werden, dafs die von Augustin gefundene Drehung des Häufigkeits-
maximums der Windrichtungen — im Winter von Ost über Süd nach West, im
Sommer von Ost über Nord nach West — klar hervortritt, wie es ja auch die
Abwesenheit von Lokaleinflüssen erwarten lief,
Die Windstärke wurde von Errichtung der Station bis zum Jahre 1879
nach der 4theiligen, von 1880 bis Juli 1887 nach der 6theiligen und von da
an nach der 12theiligen Skala geschätzt. Aus verschiedenen Gründen sind zur
Herleitung der mittleren Windstärke nur die Beobachtungen von 1880 bis 1889
benutzt worden, wobei die ganze Beaufort-Skala zur Grundlage genommen wurde.
Die Zusammenstellung XIV giebt nun einen Ueberblick über den täglichen und
jährlichen Verlauf.
Tabelle XIV.
Mittlere Windstärke (0 — 12).
A
20
LO p
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September 7.9 2.8
Oktober ‚7 3,8 3,9
November 3,7 3,5 3,8
Dezember 3,4 3,5 3,5
Jahr 3,0 3,0 3,0
Mittel
3,2
2.2
1
»3
»
3,8
3,7
3,5
3,0
Summe der Sturmtage in den Pentaden (1875/89);
Mittlere Zahl der Sturmtage in den Monaten und im Jahre,
Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nor. Dez. Jahr
Pentade 1.
is
Mittel
2
5
7
10
x ni
2 2
1 2
4
3
Ta
A
7,9 M LG 2.3 12.3 0.3 0.1 0,9
5 5
— 8 9
1 7 9
8 6
7 4
0,8 2,7
2,9
10
1:
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16,€