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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Von Australien nach der Westküste von Nordamerika und zurück, 
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24 Stunden lang durch Mallung und Stille unterbrochen. Zwischen SE- und 
NE-Passat fast keine Trennung durch Stille. NE-Passat von 3° N-Br bis 33° 
N-Br, Windrichtung bei Weitem nicht so schral wie auf der Ostroute in gleicher 
Jahreszeit, 
Ueber einige auf der Reise gesehene Inseln berichtet das Journal: „Am 
6. Juli um 8* a, m. peilten die Insel Aitutaki, Cook-Gruppe, in mw. NN0%40 
15 Sm entfernt. Dieselbe ist dicht mit Busch bewachsen. und hat ein frisch 
grünes Aussehen. Später erblickten wir auch einige Häuser. Auf dem zwischen 
der kleinen südwestlichen und der grofsen Insel liegenden Riff sahen wir einen 
Schoner hoch auf Strand sitzen, dessen Untermasten noch standen und der 
anscheinend noch in gutem Zustande war.“ 
„Am 13. Juli um 2* p, m, passirten wir die Starbuck-Insel an der West- 
seite in ungefähr 4 Sm Abstand. Sie ist sehr niedrig, nur etwa 3 oder 3,5 m 
hoch und deshalb bei dunkler Nacht sehr gefährlich. Auf dem Westende stehen 
einige Häuser; auch befindet sich dort, etwas abseits von den Häusern, eine Art 
Seemarke in Form einer Pyramide. Bäume habe ich nicht bemerkt.“ ; 
83302. „Hannover“, Kapt. A. Benecke, 1888 Dezember 3 von 
Sydney nach San Diego, 76 Tage Reise. Auf der ersten Strecke nördlich 
von Neu-Seeland günstige Gelegenheit, geht schon in ungefähr 166° W-Lg ins 
Passatgebiet und geräth in der Folge westlich unweit Hawaii, SE-Passat von 
99° 8.Br bis 19° S-Br, von 19° bis 1° S-Br Wind NW bis NE, ziemlich frische 
Briese, doch oft von Stillen unterbrochen, Regenschauer. NE-Passat von 1° Süd 
bis 20° N-Br, nördlich von 6° N-Br steif, hinter den Hawai-Inseln Stille. 
Bemerkung des Kapitäns: „Bis zum Ende der Reise hielt ich dieselbe 
für besonders lang, habe mich aber hier in San Diego eines Anderen überzeugt, 
indem von einer Flotte von ungefähr 50 nach San Diego, San Pedro oder San 
Francisco bestimmten Schiffen keine besseren Resultate erzielt worden waren. 
Alle diese Schiffe, die in der Zeit vom 25. November bis 10. Dezember Australien 
verlassen hatten, erreichten ihren Bestimmungsort mit nicht unter 68, die meisten 
mit über 75 Tagen Reise. Ein schwedisches Schiff, welches die Route südlich 
von Neu-Seeland genommen, hatte 83 Tage. Die einzige Ausnahme machte das 
englische Schiff „Eismore, welches Sydney am 2. Dezember verliels und San 
Diego am 3. Februar nach einer Reise von 64 Tagen erreichte. Bedeutend 
bessere Reisen wurden von den Schiffen gemacht, die Australien Anfang November 
oder Ende Oktober verlassen hatten. Das amerikanische Vollschiff „South 
America“ vollendete dieselbe in 55 Tagen.“ 
3323. „Mazatlan“, Kapt. E. Leverkus, 1889 Januar 23 von New- 
Castle nach Honolulu, 66 Tage Reise. SE-Passat von 26° Süd bis 14° S-Br, 
am 16. Februar in 21° S-Br und 166° W-Lg schwerer Sturm aus E, darauf 
Passat, unterbrochen durch NE-Wind und Mallung. Von 13° S-Br und 162° W-Lg 
bis 5° S-Br und 146° W-Lg Wind NW bis NNE. Von 3° S-Br an steifer NE- 
Passat. Das Schiff biegt zu früh nach Norden auf, was es des Windes wegen 
nicht nöthig gehabt hätte. Hätte es nicht im SE-Passatgürtel N- und NW-Winde 
angetroffen, auf die selbst in der fraglichen‘ Jahreszeit nicht‘ immer zu rechnen 
ist, so würde es nicht so viel Ost haben machen können, um mit dem frühzeitig 
einsetzenden NE-Passat Honolulu ohne Kreuzen zu erreichen. ; 
3195. „Iron Duke“, Kapt. H, Bunje, 1889 Februar 6 von New- 
Castle nach San Francisco, 79 Tage Reise. SE-Passat von 32° S-Br bis 
15° S-Br. Von 15° Süd bis 5,5° S-Br Wind SW bis NW, meistens leicht; von 
5,5° S-Br bis 1° S-Br E bis NE. NE-Passat von 05° S-Br bis 27° N-Br, frisch. 
Das Schiff trifft es anfänglich ziemlich gut, geht aber, durch den Wind ver- 
anlalst, schon in 170° W-Lg ins Passatgebiet und passirt weit in Lee von Hawat. 
Bemerkung des Kapitäns: „Hätte der „Iron Duke“ einen reinen Boden 
gehabt, so würde die Reise um 14 Tage kürzer ausgefallen sein. Trotzdem 
haben wir die meisten von Australien nach San Francisco bestimmten Schiffe 
überholt, und zwar nicht nur die eisernen, sondern auch die hölzernen Schiffe.“ 
3269. „Hagarstown, Kapt. O0. Meyer, 1889 Februar 11 von New- 
Castle nach San Diego, 118 Tage Reise. Findet bei Antritt der Reise 
eine günstige Gelegenheit, südlich von Neu-Seeland zu gehen, nimmt aber die 
Route nördlich der Inseln, wobei langer Aufenthalt durch östliche Winde und 
Stillen entsteht. Geräth schon in 176° W-Lg in den Passat, der von 31° Süd
	        
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