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Metadata: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

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Veber die Uebereinstimmung des nördlichen Deutschlands im Witterungscharakter. 
Diese geringe Uebereinstimmung, die für ein so grofses Gebiet noch ver- 
hältnilsmäfsig günstig erscheint, bestätigt wiederum das Hauptergebnifs der 
Tabellen I und II, wonach im Mittel auf das Jahr 194,2 (53,16 %) Tage mit 
keiner oder geringer und nur 177,1 (46,84 °,o) Tage mit guter Uebereinstimmung 
kommen. Es erscheint also, wie nicht anders zu erwarten war, eine Theilung 
des ganzen Gebietes in Prognosenbezirke erforderlich. 
(Schlufs folgt.) 
Zusätze zu den Segelanweisungen von Port Jero und Port Kalloni 
auf Mytilene. 
Nach dem Berichte des Kommandos des Uebungsgeschwaders, 
(Hierzu Tafel 23.) 
I. Port Jero. 
Segelanweisung. Die im „Mediterranean Pilot“, Vol. IV, Seite 209 
bis 211 gegebenen Anweisungen haben sich als zutreffend gezeigt. 
Denselben ist zu weiterer Erläuterung Nachstehendes hinzuzufügen: 
Das Ansteuern des Eingangs zu Port Jero wird erleichtert durch die kleine 
Insel Prophylaki, deren kuppellörmige Gestalt namentlich beim Kommen von 
West auf 7 bis 8 Sm gut sichtbar ist. Von Süd oder SO kommend markirt sich 
die enge Einfahrt erst beim Näherkommen durch Prophylaki und die kleine 
Mid Rock-Insel. 
Das Einlaufen in Port Jero kann von Schiffen jeden Tiefgangs vorgenommen 
werden, jedoch ist eine gewisse Drehfähigkeit nothwendig. Langen, langsam 
drehenden Schiffen muß daher vom Besuch dieses sonst ausgezeichneten Hafens 
abgerathen werden. Der gröfseren Sicherheit halber ist zu empfehlen, beim 
erstmaligen Ein- und Auslaufen eine genaue Bezeichnung des Fahrwassers durch 
vorausgeschickte Boote vorzunehmen und sich bei dieser Gelegenheit gleichzeitig 
über die örtlichen Verhältnisse, Marken etc. zu informiren, bevor man das Schiff 
hineinbringt. 
Zum Einlaufen steuere man Kxo Pt. mit NNW-Kurs an und verfolge diesen 
Kurs, bis man White Crag (die felsige unbewaldete Spitze eines NW von Reef 
Kock liegenden Berges) auf ca !/s frei ‚sieht zwischen Reef- und Mid Rock. Beide 
letztgenannten Klippen sind auf 2 Sm gut sichtbar. 
Dann verfolge man direkten Kurs auf Crag Hill; Mid Rock wird dabei 
ziemlich dicht passirt, jedoch ist eine Annäherung bis 30m an diese Klippe für 
die schwersten Schiffe ohne Gefahr. 
Die felsige Untiefe von Foul Pt., welche auf diesem Kurse gut vermieden 
wird, markirt sich bei stillem Wetter durch die helle Färbung des Wassers 
ziemlich genau. 
Nach dem Passiren von Mid Rock halte man, mit wenig St-B.-Ruder 
drehend, die Mitte des Fahrwassers, ca 100 m von Reef Rock abbleibend, gehe 
beim Weiterlaufen noch mehr nach St-B. dicht an die östliche Seite heran, so 
dafs der Kurs in Mitte zwischen der Ostküste und Square Rock zeigt. 
Das SO-Ende des Riffes bei Square Rock sollte stets markirt werden, da 
die vorhandenen Landmarken sich nur wenig hervorheben. Man halte so lange 
nordnordöstlichen Kurs, bis, wie die Segelanweisung sagt, das weiße Haus unten 
am Strande in Linie mit der Spitze des Berges Loutro ist, 
Square Rock oder das am SO-Ende des Riffes daselbst ausgelegte Zeichen 
(Boot, Boje) ist dann an B-B. dicht querab. Nun lege man gleich Ruder hart B-B., 
da vorn nur wenig Platz vorhanden ist. 
Um zu wissen, wie weit man hier an der Ostseite an Land herangehen 
kann, lege man auch stets NO von Square Rock ein Zeichen.
	        
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