500
Kleine Notizen.
der Insel S. ClemenU zu paggiren. Es wurde daher mit St-B.-Halsen weg-
gelegen und bei allmählich aufraumendem Winde der südlichste Punkt auf dem
Parallel von 29° Nord erreicht. Hier holte der Wind so weit nördlich und
nordöstlich, dafs ein recht,weisender WNW- bis NW-Kurs gesteuert werden
konnte. Die hierbei am 6. September in 43,5° N-Br erreichte gröfste westliche
Länge war 142° West, von welchem Schnittpunkte an die Reise einen günstigeren
Verlauf nahm. Am 13. September sichtete man die Küste von Vancouver Isl,
and nachdem die Fahrt durch Ostwind und Nebel noch zwei Tage aufgehalten
worden war, würde am 15. September, nach 36tagiger Reise, Kap Flattery
passirt. Mehrere Tage durch Windstille in der Strafse von San Juan de Fuca
aufgehalten, war man froh, endlich einen Schlepper zu bekommen, der das
Schiff am ersten Tage nach Port Angeles und am 20. September nach Nanaimo
brachte. Nachdem es hier bis zum 13. Oktober beladen worden war, wurde
noch an demselben Tage dieser Hafen wieder verlassen. Im Schlepptau des
Dampfers gelangte man am 14. Oktober nach Kap Flattery, worauf die Reise
mit günstigen nordwestlichen Winden fortgesetzt und 5‘/a Tage später in der
Bai von San Francisco geankert wurde.
Von hier hatte das Schiff, als die Kohlenladung gelöscht, der Boden
desselben gereinigt und wieder Ballast eingenommen worden war, nach Portland,
Oregon, zu versegeln. Am sechsten Tage der Reise befand man sich vor der
Mündung des Co/imMa-Flusses, doch konnte die Barre erst zwei Tage später und
Portland nach einer achttägigen Reise von San Francisco am 2. Dezember 1887
erreicht werden.
In Portland wurde eine Ladung Holz für Europa eingenommen. Die
Abfahrt von dort, die drei Wochen durch Eis verzögert wurde, erfolgte erst
am 25. Februar 1888. Bei der Sand-Insel gingen daun noch 10 Tage mit
Warten verloren, weil die Barre der hochgehenden See wegen nicht eher passir-
bar war.
Gedruckt önd in Vertrieb bei E. S. Mittler & Sohn
Königliche Hoibuclihandlung und HofbuchdniekereS
Berlin, Koehstrafse 68—70.