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PROGRAMMELEMENTE FÜR GOOS
Die in GOOS zu gewinnenden Meßwerte werden beispielsweise für folgende Programmelemente benötigt (die
Liste ist erweiterungsfähig):
Untersuchungen zum Anstieg des Meeresspiegels;
Auswirkungen von wasserbanlichen Maßnahmen auf die Küstenzone;
Auswirkungen der Verfrachtung von lebenden Organismen mit Seeschiffen an fremde Orte und die damit
evtl, verbundenen ökologischen Veränderungen;
Auswirkung der Einleitung von Schadstoffen ins Meer,
Langzeitentwicklung der Nährstoffsituation in verschiedenen Seegebieten,
Überwachung der sommerlichen Sauerstoffverarmung mit dem Absterben benthischer Lebewesen in
Nord- und Ostsee;
rechtzeitiges Entdecken starker Algenblüten, auch toxischer Algen;
zeitliche Entwicklung von Extremwertsituationen, z.B. bei Wind, Seegang und Sturmfluten;
periodisch wiederkehrende ozeanische Extremsituationen, wie z.B. El Nino
der Einfluß klimatologischer Veränderungen auf Ökosysteme;
Untersuchungen zur Änderung des Wärmetransports aus subtropischen Seegebieten in den nordostatlan
tischen Ozean;
Untersuchungen zur Änderung des Transports von C0 2 in tieferen Meeresschichten;
Untersuchungen zum Langzeitverhalten der Fischbestände;
GOOS dient dazu, Gefahren rechtzeitig zu erkennen sowie Argumente für politisches Handeln zu liefern mit
dem Ziel, diese Gefahren durch geeignete Maßnahmen abzuwenden.
NATIONALE KOORDINATION UND KOOPERATION
Die Zuständigkeit für GOOS in Deutschland liegt beim Bundeministenum für Verkehr, Bau- und Woh
nungswesen (BMVBW). Fachlich wird der deutsche Beitrag zu GOOS vom BSH koordiniert und fortge
schrieben.
GOOS ist eng mit dem Weltklimaforschungsprogramm (WCRP) und dem Internationalen Geosphären-
/Biosphärenprogramm (IGBP) verknüpft. Einerseits werden die Forschungsprogramme GOOS-Daten benut
zen, andererseits werden die in den Forschungsprogrammen gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse
dazu herangezogen, das GOOS-Beobachtungssystem laufend zu verbessern. Im Forschungsbereich zu ent
wickelnde Klimavoihersage- und Ökosystemmodelle müssen in eine operationelle Anwendung übergeführt
werden. Welche Institutionen in Deutschland operationelle Produkte herstellen und vertreiben, muß im Ein
zelnen später festgelegt werden.
Das BSH arbeitet mit der Senatskommission für Ozeanographie der Deutschen Forschungsgemeinschaft
zusammen, um die GOOS-Aktivitäten mit Forschungsprogrammen, wie CLTVAR (Climate Variablity and
Predictability) und JGOFS {Joint Global Ocean Flux Study) abzugleichen. Die deutschen Aktivitäten im
Modul 'LivingMarine Resources' werden gemeinsam mit der Deutschen Wissenschaftlichen Kommission für
Meeresforschung (DWK) definiert.
Die Tätigkeiten des DWD im Globalen Klimabeobachtungssystem (GCOS) sind hier nur für den maritim
meteorologischen Teil aufgeführt, da er eine unmittelbare Berührung zu GOOS hat und laufend mit dem
ozeanographischen Beobachtungssystem abgestimmt wird.