520 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1896.
Insel Lajar erscheint. Von Süden her betrachtet, gewahrt man, dafs dies nicht
der Fall_ist,”sondern dafs sie voneinander getrennt sind, und bezieht sich die
Angabe auf dem erwähnten Plan, welcher die Bezeichnung L. O. beigefügt ist,
wahrscheinlich auf das Riff. Von Seiten des Kriegsschiffes „Bali“ wurde ver-
geblich nach dieser Gefahr gesucht. Das Fahrwasser zwischen den Inseln Meno
und Lajar ist rein und breit. Es ist die kürzeste Route nach der Nordküste
von Lombok, Um die Mitte dieses Fahrwassers zu halten, steuere man N 18° O;
man behält so den Fels aufserhalb der Huk Rombeh gerade achteraus, und bleibe
in dieser Linie, bis man die Nordhuk der Insel Trawangan oder Nordeiland
S 66° W peilt. Dann steuere man N 66° O0 längs der Nordwestküste von Lombok,
Westlich und nördlich von Trawangan wurden in mehr als 1 Sm Entfernung von
der Küste keine Gefahren entdeckt.
Als Mifsweisung wurde 1° 30‘ 0 angenommen,
Flaschenposten.
Bei der Seewarte sind in letzter Zeit folgende Flaschenposten eingegangen:
a) Ausgesetzt von der Bark „Selene“, Kapt. F. H. Israel, auf der Reise
von Tocopilla nach Hamburg, am 26. Januar 1896 auf 53° 0’ N-Br und 3° 40’ O-Lg,
nicht mit Sand beschwert; gefunden am 11. März 1896 an der Westküste von
Jütland, auf dem Henne-Strand in 55° 45’N-Br und 8° 8‘ O-Lg. Trift in 45 Tagen
227 Sm nach NO'/sN.
Eingesandt vom Kerl. Konsulat in Esbjerg.
b) Ausgesetzt von dem Dampfer „Weimar“, Kapt. C. L. Steenken, auf der
Reise von Baltimore nach Bremerhaven, am 22. Juni 1895 auf 49° 42’ N-Br und
11° 3, W-Lg, mit Sand beschwert; gefunden von einem Mitgliede der Küstenwache
zu Brixton (Insel Wight), namens Wm. H,Garnett, den 15. November 1895
am Strande bei Chilton Chine an der Südküste der Insel Wight, auf ungefähr
50° 38‘ N-Br und 1° 25‘ W-Lg. Trift 226 Sm nach 0%N und 151 Sm nach
ONO5/8s0, zusammen 377 Sm in 146 Tagen.
Eingesandt vom Ksrl. Konsulat in Southampton,
ec) Ausgesetzt von der Bark „Eugenie“, Kapt. F. G. Crantz, auf der
Reise von Brunswick (Nordamerika) nach Hamburg, am 28. September 1895 auf
49° 8‘ N-Br und 8° 8' W-Lg, nicht mit Sand beschwert; gefunden von William
J. Hocking am 30. Dezember 1895 auf dem Strande von Gunwalloe, Mounts-
Bai, Küste von Cornwall, eben nordwestlich von Lizard, auf ungefähr 50° 2‘ N-Br
and 5° 16‘ W-Lg. Trift in 93 Tagen 124 Sm nach N0z0%/40.
Eingesandt vom Ksrl. Vice-Konsulat in Falmouth.
d) Ausgesetzt von dem Vollschiffe „Katharine“, Kapt. B. Spille, auf der
Reise von Shields nach Caleta-Buena, am 7. Juni 1895 auf 46° 20‘ N-Br und
10° 4‘ W-Lg; gefunden am 23. Dezember 1895 an der englischen Kanalküste bei
Downend-Point, auf ungefähr 50° 21‘ N-Br und 3° 31‘ W-Lg. Trift in 199 Tagen
354 Sm nach NO'/40.
E£ingesandt vom Board of Trade in London.
e) Ausgesetzt von dem Volischiffe „Johann Friedrich“, Kapt. B. Lamcke,
auf der Reise von Savannah nach Hamburg, am 7. Mai 1895 auf 46° 24‘ N-Br
and 30° 24’ W-Lg, nicht mit Sand beschwert; gefunden von Cornelius Sullivan
aus Crockhaven am 3. Februar 1896 an der Südwestküste von Irland in der
Galley Cove westlich von Crockhaven, auf 51° 27‘ N-Br und 9° 45‘ W-Lg, an das
Land gespült. Trift in 272 Tagen 868 Sm nach ONO'/40.
Eingesandt vam Board of Trade in London.
f) Ausgesetzt von dem Dampfer „Campinas“, Kapt. W. Somborn, auf der
Reise von Teneriffa nach Hamburg, am 28. August 1895 auf 40° 53’ N-Br und
11° 3‘ W-Lg; gefunden von dem Fischer Cantaleon Badiola aus Ondarroa an
der Nordküste von Spanien, etwa 20 Sm nördlich des genannten Platzes, auf
angefähr 43° 40‘ N-Br und 2° 30‘ W-Lg, im Wasser treibend, am 4. Dezember
1895. Trift, nahe um die Nordwestspitze von Spanien herum, 160 Sm nach
ZU 65 Sm nach NOzO und 240 Sm nach O%/8S, zusammen in 98 Tagen
65 Sm.
Eingesandt vom Ksrl. Konsulat in Bilbao.