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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Ebert: Magnetische Kraftfelder. 
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Wegen weiterer Einzelheiten der hier betrachteten Erscheinungen müssen 
wir auf das Buch von Herrn Professor Ebert selbst verweisen. Wir müssen uns 
auch versagen, auf die rein theoretischen Kapitel: „Ueber die Strukfur der 
Feldträger und Feldmedien“ und „Ueber die kinetischen und. mechanischen 
Theorien der Kraftfelder“ einzugehen. . 
Es lag uns vor Allem daran, an der Hand des Ebertschen Buches die 
Grundlagen der neueren Anschauungen durch ihre Beziehung zu bekannten Er- 
scheinungen vorzuführen und die grofse Handlichkeit der dadurch geschaffenen 
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Methoden für praktische Zwecke.darzulegen. Diese Methoden dürften ohne allzu 
große‘ Schwierigkeiten auch auf die Anwendung der Lehre vom Magnetismus bei 
der Navigation ausgedehnt werden können, wobei ihnen jedoch eine den besonderen 
Verhältnissen entsprechende Gestaltung zu geben sein würde. 
Einige Einwendungen, die wir in Bezug auf den uns vorliegenden ersten 
Theil des Ebertschen Werkes zu machen hätten, betreffen so nebensächliche 
Punkte, dafs sie nicht erwähnt zu werden verdienen. Jedenfalls beeinträchtigen 
gie unsere hohe Werthschätzung des Buches nicht im Geringsten, und sehen wir 
mit grofsem Interesse dem Erscheinen seines zweiten Theiles entgegen. 
E. Herrmann. 
Ueber den Einflufs des Windes und des Luftdruckes auf die Gezeiten. 
In seinem‘ Vortrage über das Thema: „Einfluß des Windes und des Luft- 
druckes: auf die Gezeiten“ (siehe Annalen 1896, Heft II) gelangt Wheeler 
bezüglich des Einflusses des Windes zu dem Resultate, dafs er nicht im Stande 
sei, ein bestimmtes Gesetz über den Einfluls von Stürmen. auf die Gezeiten auf- 
zustellen, doch dafs man annäherungsweise annehmen könne, dafs bei einer Wind- 
stärke 3 der Beaufort-Skala die Gezeiten sich je nach der Richtung des Windes 
im Vergleich zu den Gezeitentafeln bis um '/> Zoll für jeden Fuls der Fluth- 
größe erhöhen oder erniedrigen. Bei einer Windstärke von 4 bis 6 kann man 
einen Unterschied von 1 Zoll für jeden Fuls erwarten, für eine Windstärke von 
7 bis 8 von 1!/2 Zoll und für einen Sturm bis 10 von 2 Zoll. Nimmt man z. B. 
die Höhe einer Springtide in einem bestimmten Hafen zu 16 Fuß über Niedrig- 
wasser an, und hat der Wind eine Stärke von 5, so würde die Erhöhung über 
jene erwartete Fluthgröße 16 >< 1 Zoll = 16 Zoll betragen und die Fluth somit 
bis 17 Fuß 4 Zoll auflaufen. ; 
, Nach der aus den zweijährigen Beobachtungen zu Boston-Dock in Ver- 
bindung mit den Daten bezüglich Stürme an anderen Plätzen zusammengestellten
	        
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