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Contents : Jahresbericht 2010

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a.  Meteorologische  Instrumente  und  Registrir-Apparate  ihr  die  Beobachtungen  am  Lande.
Barometer  und  Barographen.  Unter  dem  1875  vom  Deutschen  Reiche  übernommenen  Inventare  der
Norddeutschen  Seewarte  befanden  sich  zwei  als  Normalharometer  angenommene  Instrumente.  Das  eine
derselben,  das  Heberbarometer  Nr.  404  von  J.  G.  Greiner  jun.  in  Berlin,  getheilt  in  Pariser  Linien,  wurde
früher  schon  und  bis  zum  Eintreffen  neuer  Instrumente  zu  den  meteorologischen  Beobachtungen  benutzt
und  seine  Angaben  ohne  Anbringung  einer  Index-Korrektion  direkt  als  Barometerstand  angenommen.  Die  Konstruktion ­
  ist  die  der  Barometer  des  königl.  preussischen  meteorologischen  Institutes  und  darf  wohl  als  so
allgemein  bekannt  vorausgesetzt  werden,  dass  eine  Beschreibung  desselben  hier  überflüssig  erscheint.  Gleiches
kann  mit  Bezug  auf  das  andere  Instrument,  welches  ein  Gefässharometer  nach  Fortin  und  von  Adie  in  London ­
  verfertigt  ist,  gesagt  werden.  Dieses  letztere  Instrument  befindet  sich  in  dem,  zu  den  Vergleichungen
und  Prüfungen  der  Marine-Barometer  benutzten  Vakuometer  und  ist  in  Englische  Zolle  getheilt.  Nach  dem
demselben  beigegehenen  Zertifikate  des  Observatoriums  in  Kew  soll  dessen  Stand  gegen  das  Normalbarometer ­
  dieses  Institutes  +0.008  Engl.  Zolle  betragen.
Eine  Reihe  von  Beobachtungen,  welche  nach  Organisation  der  Seewarte  durch  das  Reich  in  den
Monaten  Juli  bis  November  1875  angestellt  wurden,  ergab,  dass  zwischen  den  beiden  erwähnten  Barometern,
wenn  auf  metrisches  Maass  zurückgeführt,  ein  Unterschied  von  0.4mm  bestehe,  um  welchen  Betrag  das
Greiner’sche  Heherbarometer  höher  stand  als  das  Adie’sche  Gefässharometer.  Nach  Berüchsichtigung  der
schon  erwähnten  Korrektion  von  +O.008  Engl.  Z.  (O.20  mm)  blieb  also  immer  noch  ein  Unterschied  von
0.2  mm.  Um  nun  mit  dem  von  der  Seewarte  adoptirten  Barometerstände  nicht  zu  weit  von  den  beiden
seitherigen  Annahmen  sich  zu  entfernen,  wurde  beschlossen,  vorläufig  als  Normalbarometerstand  des  Institutes ­
  den  zwischen  beiden  in  der  Mitte  liegenden  Stand:  Adie  +0.imm  —  Greiner  —O.i  mm  anzunehmen,
welchen  Stand  wiederum  ein  Turettini’sches  Heberbarometer  mit  beweglichem  Boden,  das  im  Herbste  1875
von  Turettini  in  Genf  bezogen  wurde,  hatte.  Dieses  Instrument  wurde  hinfort  auch  zu  den  täglichen  Beobachtungen ­
  der  Seewarte  angewendet  und  seine  Angaben  als  mit  keiner  Indexkorrektion  behaftet  angenommen.  In
Folge  dieser  Annahme  wurde  bei  dem  Adie’schen  Instrumente,  welches  sich  im  Evakuirungs-Apparate  befand,
statt  der  Korrektion  +  O.008  jene  von  +O.012  Engl.  Zollen  angebracht,  was  für  die  Prüfung  der  Marine-Barometer,
  wie  wir  später  sehen  werden,  von  Interesse  ist.
Ein  Normalbarometer  im  strengeren  Sinne,  sowie  derselbe  neuerdings  definirt  wird,  besass  die  Seewarte ­
  nicht,  indem  das  Adie’sche  Barometer,  welches  das  weiteste  Kaliber  zeigt,  nur  einen  Durchmesser  der
Röhren  von  11  mm  hat.  An  eine  absolute  Bestimmung  des  Normalbarometerstandes  der  Seewarte  konnte
unter  solchen  Umständen  nicht  gedacht  werden,  dagegen  wurde  jede  Gelegenheit  wahrgenommen,  die  sich  darbot, ­
  um  den  vorläufig  angenommenen  Normal-Barometerstand  mit  jenem  anderer  Zentral-Institute  zu  vergleichen.
Die  Resultate  der  verschiedenen  Vergleichungen  sowohl,  als  auch  die  Zusammenstellung  einer  Reihe  von
Vergleichungen  anderer  Barometer  im  Auslande  und  in  Deutschland  sind  in  einem  von  dem  Direktor  der
Seewarte  an  den  Meteorologen-Kongress  in  Rom  erstatteten  Berichte  niedergelegt.  (Bericht  über  die  Vergleichung ­
  der  Normalbarometer  verschiedener  deutscher  meteorologischer  Zentralstellen  und  Stationen.
Hamburg,  Januar  1879),  auf  welche  wir  hier  bezüglich  der  Einzelheiten  verweisen  müssen.  Die  darin  niedergelegten ­
  Vergleichungen  sind  auf  Veranlassung  der  in  Hamburg  im  September  1876  versammelt  gewesenen
Meteorologen  -  Konferenz  (siehe  Bericht  III,  Seite  10)  ausgeführt  worden,  da  in  erster  Linie  für  die
Arbeiten  auf  dem  Gebiete  der  Wettertelegraphie  in  Deutschland  Klarheit  über  die  Stände  der  Barometer  an
den  einzelnen  Stationen  zu  dem  Normalbarometerstande  der  Seewarte  gewonnen  werden  musste  und  in
zweiter  Linie,  für  die  nach  internationalem  Schema  veröffentlichten  Beobachtungen  an  17  meteorologischen
Stationen  in  Deutschland,  welche  in  jener  Konferenz  beschlossen  wurde,  eine  solche  Vergleichung  der
Instrumente  nicht  entbehrt  werden  konnte.
Hier  mögen  nur  noch  die  Vergleichungen  des  von  der  Seewarte  angenommenen  Normalstandes  mit
jenen  der  Hauptzentralstellen  Europas  eine  Stelle  finden,  wie  diese  Zusammenstellung  in  dem  Berichte
(Seite  13)  enthalten  ist.
1.  Hamburg—Greenwich  die  Differenz  =  +O.60  mm
2.  =  —Paris  ;  =  =  +0.61  =
3.  =  —St.  Petersburg  --  =  =  +O.51  =
            
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