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Full text: 12, 1889

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1889 No. 1 — 
unter Berücksichtigung der Häufigkeit der starken und stürmischen Winde die mittleren anemometrischen 
Angaben als Ausgangspunkt benutzt, als untere Sturmgrenze 15 Meter per Sekunde mittlere stündliche 
Windgeschwindigkeit in Hamburg angenommen und auf diese Grösse die Anemometer-Angaben der übrigen 
Stationen reduzirt. Diese Reduktion ergab die folgenden Werthe für die untere Grenze der Windge 
schwindigkeit bei stürmischen Winden: 
Borkum 21 m. pr. Sek. Hamburg 15 m. pr. Sek. Keitum 13 m. pr. Sek. 
Wilhelmshaven. 16 „ Kiel 14 „ Swinemünde ... 13 „ 
Wustrow 15 „ Memel 13 „ Neufahrwasser . 10 „ 
Hierauf wurde für jede Sturmwarnung die Stunde bestimmt, in welcher die Windgeschwindigkeit am 
grössten war und zwar für 6 Stunden vor und 36 Stunden nach der Warnung, wobei noch unterschieden 
wurde, ob die Winde in Bezug auf die oben angegebenen unteren Sturmgrenzen stürmisch waren oder nicht. 
Hieraus wurde nun die folgende Tabelle abgeleitet, worin noch die Stunden zu Gruppen von je 6 Stunden 
gruppirt wurden. 
Stunde des Eintritts der grössten Windgeschwindigkeit vor und nach der Sturmwarnung. Tabelle III. 
vor — 
n a eli der 
Sturmwar nun 
g- 
Stunden .. 
-5 -4 -3 - 2-1 
1 2 3 4 5 6 
7 8 9 1011 12 
13 14 15 16 17 18 
19 20 21 22 23 24 
25 26 27 28 29 30 
31 32 33 34 35 36 
Summe 
3 0 7 5 5 
810 8 6 7 6 
7 7 8 4 8 2 
4 4 6 1 4 0 
4 4 2 0 1 1 
0 110 12 
2 3 1 0 2 3 
1) Stürmische 
, 
148 
Winde.... 
20 
45 
36 
19 
12 
5 
11 
2) Nicht stür- 
3 2 15 5 
2 8 2 5 0 1 
1 2 2 0 1 3 
3 0 0 1 2 2 
110 4 12 
2 12 111 
0 4 0 0 0 2 
74 
misch. Winde 
16 
18 
9 
8 
9 
8 
6 
6 2 8 10 10 
1018 10 11 7 7 
8 9 10 4 9 5 
7 4 6 2 6 2 
5 5 2 4 2 3 
2 2 3 1 2 3 
2 7 1 0 2 4 
i,i— — |, 
■- —>, 
^ -HB, 
■ ~n i 
■— Ml 
IW . w ' 
222 
1) + 2)... 
36 
63 
45 
27 
21 
13 
17 
Die folgende kleine Tabelle IV giebt Aufschluss darüber, in wie vielen Fällen die grösste Wind 
geschwindigkeit die untere Grenze erreichte, beziehungsweise überschritt, oder nicht erreichte. 
Tabelle IV. Die grösste Windgeschwindigkeit war stürmisch oder nicht stürmisch (Anzahl der Fälle): 
Borkum 
Wilhelmsh. Hamburg 
Keitum 
Kiel 
Wustrow 
Swinem. Neufahrw. Memel 
ganze Küste 
stürmisch 
. . 15 
15 
16 
18 
17 
20 
15 16 16 
148 
nicht stürmisch. 
. . 8 
9 
9 
6 
10 
10 
9 7 6 
74 
Die folgende Tabelle V veranschaulicht die Eintrittszeiten der grössten Windgeschwindigkeiten vor und 
nach der Warnung in Gruppen von je 6 Stunden. 
Die grösste Windgeschwindigkeit trat ein (Anzahl der Fälle): 
Bei stürmischen 
Bei nicht stürm. 
Ueberhaupt 
Tabelle V. 
Winden 
Winden 
1) Vor der Warnung . . . 
20 
16 
36 
2) 1 und mehr Stunden 
nach 
der 
Warnung 
128 
58 
186 
3) 6 „ 
•5 55 
55 
15 
55 
83 
40 
123 
4) 12 „ 
55 » 
55 
55 
55 
47 
31 
78 
5) 18 „ 
55 55 
1) 
55 
55 
28 
23 
51 
6) 24 „ 
55 55 
55 
55 
55 
16 
14 
30 
7) 30 „ 
55 15 
55 
55 
55 
11 
6 
17 
Es muss hierbei wiederholt noch ganz besonders darauf aufmerksam gemacht werden, dass die hier 
angewandte Methode der Prüfung von jeder Willkür völlig frei ist, so dass hierdurch die Erfolge des 
Sturmwarnungswesens an der deutschen Küste in ungeschminkter Weise wiedergegeben werden. Eine aus-
	        
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