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Contents: Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte, 2 (1879)

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bei Bamses war sie 7?2. In C ist zwar auch unter Berücksichtigung des Kurskoeffizienten eine Abnahme 
bemerkbar, doch nicht so bedeutend. Die Differenzen zwischen den beobachteten und den aus den abge 
leiteten Koeffizienten der Formel berechneten Werthen zeigen dies dadurch, dass dieselben zwar vorwiegend 
auf der Ausreise das negative, auf der Rückreise das positive Zeichen haben, doch ist der Unterschied im 
Mittel nicht so gross und sind es mehr unregelmässige Schwankungen, wie wir sie beim Dampfer Bamses 
kennen gelernt haben. 
Während der zweiten Reise wurde mit der Kompensation in ähnlicher Weise verfahren. Die Beob 
achtungen in der Nordsee, ausgehend und rückkehrend, Hessen indess einen so nahezu konstanten Magnetismus 
vermuthen, dass eine Berechnung der Koeffizienten cjX, PjX, vjX durch Reduktion der Beobachtungen von B 
sämmtlich auf kompensirten Kompass ausführbar erschien. Nach den sowohl hier in Hamburg als auch 
auf See vor und nach der Kompensation angestellten Beobachtungen ergab sich, dass die Wirkung des 
Magnets an Bord in der angegebenen Lage = —0.206 in Einheiten der Horizontalkraft in Hamburg betrug 
und sind mit dieser Grösse die Beobachtungen von B auf den kompensirten Zustand des Kompasses reduzirt. 
Während der dritten Reise unter Führung des Kapitäns Schweers blieb der Kompass unkompen- 
sirt; das Schiff wurde mehrmals vollständig geschwait und sind die in Tafel III. gegebenen Werthe der 
Koeffizienten B und C aus diesen Rundschwaiungen abgeleitet. Die aus den drei Reisen berechneten In 
duktionskoeffizienten, sowie die des permanenten Magnetismus sind: 
Rei se. 
c 
IT 
/ 
V 
L 
'V 
~X 
P 
X 
Wahrsche 
Q j! einer Beol 
' j (Einheiten d. 
j ÜB 
nl Fehler 
achtung in 
3. Dezimale 
<£ 
I. Mai—Sept. 79 ... . 
II. Okt. 79—März 80 . 
III. April—Aug. 80 . .. 
-0.093 
088 
-{-0.024 
+ .024 
+ .010 
+0.037 
+ .018 
+0.045 
+ .034 
+ .015 
+0.290 
+ .299 
-0.072 
- .046 
- .020 
* 
/ 13 
\ 17 
28 
17 \ 
10) 
Mittel aus II. u. III. 
-0.090 
+0.017 
+0.025 
+0.024 
+0.294 
-0.033 
15 
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*) reduzirt auf unkompensirten Kompass. 
Die Induktionskoeffizienten cJX und f]X, wie auch die Kurskoeffizienten vjX und v'jX zeigen im Mittel 
fast genau die Werthe, wie bei Bamses; eigenthümlich ist nur, dass v/X und v’jX auf der dritten Reise so viel 
kleiner gefunden wurden, als auf der zweiten. Ob dies in einer Aenderung der Molekularbeschaffenheit 
des Eisens durch Annahme eines anderen Härtezustandes*) begründet liegt, oder nur dem Umstande zu 
zuschreiben ist, dass durch das zweimalige Rundschwaien des Schiffes für jede Bestimmung von B und C 
in entgegengesetzten Richtungen ein Theil des durch den vorher gesteuerten Kurs erhaltenen remanenten 
Magnetismus wieder vernichtet wurde, das müssen die Beobachtungen der nächsten Reisen ergeben.**) 
Die Querschiffskomponente des permanenten Magnetismus verhält sich nahezu so wie bei Bamses, nur 
dass sie vom Anfang an negativ war und nach dieser Seite abnimmt; dagegen ist die Längsschiffskompo 
nente PjX von Anfang an bedeutend grösser gewesen und scheint es auch in demselben Verhältnisse zu 
bleiben. Die Abnahme ist nicht stärker und erfolgt in derselben Weise: fast gar nicht während der Aus 
reise der ersten Reise, rasch während der Rückreise; zweite und dritte Reise Abnahme nicht mehr zu 
erkennen. 
3. Dampfer Sakharah. Grösse 1422 R.-Tons. Das Schiff wrnrde im Jahre 1872 in England gebaut. 
Die Aufstellung des Regelkompasses ist ebenso, wie bei den ersten beiden Schiffen, nur ist die Entfernung 
vom Schornstein weit geringer und steht der Kompass näher den eisernen Grätings des Kessel- und Ma 
schinenhauses. Von den ersten Reisen des Schiffes liegen keine Beobachtungen vor; dieselben datiren erst 
*) Durch die Wirkung von Luft, Wasser und Erschütterungen bedingt. (Siehe Lamont’s Handbuch des Magnetismus.) 
**) Während der Drucklegung wurden die Beobachtungen der IV. Reise eingeliefert. Aus 27 Bestimmungen von B und 
33 Bestimmungen von C ergab sich : 
P = -0.067, -£• = +0.017, 4- = +0.034, = +0.042, ~ = +0.282, ~~ = -0.037. 
A A A A A A 
Die Grösse der Kurskoeffizienten, welche ebenso ist, wie II. Reise, scheint die oben ausgesprochene Annahme 
zu bestätigen. Die Gleichungen, obgleich zahlreicher, liegen indess für die Bestimmung namentlich der Kurskoeffizienten 
nicht so günstig, da auf der Ausreise in der nördlichen Hemisphäre nicht beobachtet wurde. 
Archiv 1879. 4.
	        
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