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Full text: 38: Nordseezustand 2003

4.2 Organische Schadstoffe 
Nordseezustand 2003 
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hen Werte am westlichen Rand der Deutschen Bucht bemerkenswert sind. Ferner 
zeigt die Verteilung ein deutliches Konzentrationsgefälle von Süden nach Norden, das 
nur graduell durch die Elbe beeinflusst wird. 
Die Abhängigkeit der HCH-Konzentrationen vom Süßwasseranteil in der Deutschen 
Bucht wird anhand von Abb.4-17 deutlich. In dieser logarithmischen Darstellung sind 
die HCH-Konzentrationen auf die Werte von Stade normiert (= 100 %); ebenso ist der 
Salzgehalt formal in einen Süßwasseranteil umgerechnet (Stade = 100 %, Nordsee 
wasser mit Salzgehalt 34.5 = 0 %). Quer zur Elbfahne (bis Station T7) nehmen die re 
lativen HCH-Anteile offensichtlich parallel mit dem Süßwasseranteil ab. In der äuße 
ren Deutschen Bucht (Stationen T4 bis T1) bricht dieser einfache Zusammenhang 
durch andere überlagerte Einflüsse jedoch zusammen. Die drei Isomeren verhalten 
sich hier sehr unterschiedlich. 
Abb.4-17: Konzentrationen der HCH-Isomeren relativ zu Stade (100%) entlang des Salzge 
haltsgradienten der Elbfahne. Salzgehalt als Frischwasseranteil (%);log 10 -Skala beachten. 
Fig. 4-17: HCH concentrations relative to Stade (100%) along the salinity gradient of the Elbe 
riverplume. Salinty as percent fresh water; note log 10 -scaling. 
Besser interpretierbar werden die Konzentrationsverteilungen bei großräumiger Be 
trachtung, wie sie z. B. die Gesamtaufnahme der Nordsee im Juli / August 2003 er 
möglicht (Abb.4-18). Besonders deutliche Strukturen treten hervor, wenn die Konzen 
trationen von a-HCH zu denjenigen von y-HCH ins Verhältnis gesetzt werden. In der 
südlichen Nordsee, am Ausgang des englischen Kanals, wurden für die beiden Iso 
meren Konzentrationen von 0.02 bzw. 0.12 ng/L gefunden, also ein Verhältnis von 
0.16. Am Nordrand der Nordsee, wo Konzentrationen von 0.089 bzw. 0.053 ng/L ge 
messen wurden, ergibt sich ein erheblich höheres Verhältnis von 1.68. 
Die Konzentrationen des a-HCH nehmen also von Süden nach Norden zu, während 
diejenigen des y-HCH in dieser Richtung abnehmen. Dieses Verhalten erklärt sich aus 
der Tatsache, dass a-HCH (und auch ß-HCH) hauptsächlich aus älteren Einträgen in 
der Umwelt vorhanden ist und heute nur durch Altlasten in die Umwelt eingetragen
	        
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