Ger hart Sc hi n zc: Die praktische etteranalyse.
A L
frisch im kontinentalen Mitteleuropa (etwa unter 50° N) eingebrochen.
Druckfehl
Windfehl
Teinperaturfehl
Tendenz
allgemeine
Druckverteilung
Wettertyp
typische Wetter
lage
Richtung
Stärke
Temperatur
Höhe der KM
niAK
In der Arktis entstanden, dringt
die AL südwärts fortschreitend
zwischen Grönland und Jan Mayen
über das Norwegische Meer und
die Nordsee als mAK nach Mittel
europa vor. Besonders bei zyklo-
nalen Wetterlagen zeigt die mAK
große vertikale Mächtigkeit, häu
fig überflutet sie die Alpenkette
und bringt den hohen Bergstati
onen die überhaupt niedrigsten
Temperaturen.
steigend, zum Teil kräftiger
Druckanstieg
antizyklonales Aktionszentrum
über Grönland und nordöstlich
davon, bei Serienende häufig als
Ganzes oder als Teil in Form einer
abgeschlossenen, thermischen Anti
zyklone mit der mAK nach Mittel
europa sich verlagernd.
Nordtyp (vgl. Kap. IV)
16.1.1929, 25. 4.1929, 1. 6. 1929
nach N drehender, vorherrschend
nordwestlicher bis nördlicher Wind
böig auffrischend, turbulent
cAK
Aus arktischen Gebieten im Raume
Nowaja - Semlja Spitjbergen süd-
bis südwestwärts vordringend ge
langt die AL über größere konti
nentale Gebiete nach Mitteleuropa
als cAK.. Im Gegensatz zur mAK
ist sie meist von geringer verti
kaler Mächtigkeit. Unter teilweise
stürmischen östlichen Winden vor
wärtsdringend (einbrediend) löst
die cAK meist die typischen win
terlichen Kälteperioden Mittel
europas aus.
steigend
Kern des antizyklonalen Systems
über dem nördlichen europäischen
Rußland, häufig nach Fennoskan-
dien vorstoßend. Zum Teil Aus
bildung eines antizyklonalen Akti
onszentrums über Fennoskandien,
nur selten jedoch Verlagerung der
Antizyklone nach Mitteleuropa.
Osttyp
26. 1. 1929, 9./10. 2. 1929,
2.10. 1930
vorherrschend N- bis E-Wind
meist stark bis stürmisch, im
Herbst und Frühling z.T. turbulent.
Boden- und Höhenstationen stark sinkende Temperaturen, audi in
Mitteleuropa im Winter bereits im Aufangsstadium des AL-Ein-
bruches advektiver Frost.
Die in Tabelle 9 wiedergegebenen, angenäherten Mittelwerte der
Temperatur (T y und T z ) für die Höhenlagen 0—5000 m gelten unter
Annahme einer gleichbleibenden, mittleren relativen Feuchte für
aktive, eingebrochene AL. Dabei liegen in den untersten 1000 m
die Werte der mAK meist über, die Werte der cAK dagegen
unter den in Tabelle 9 angeführten, angenäherten Mittelwerten.
meist 3-—5 km, Überflutung der
Alpen häufig. Besonders hinter
abziehenden, an der arktiseben
Front gebildeten Zyklonen sehr
hoch hinauf reichend (z. T. über
6 km)
Rasche Ausbildung von seichten Kaltluftkissen, die stark abhängig
vom Vorhandensein einer geschlossenen Schneedecke sind.
Durchschnittlich nur 2 km. Beim Zu
sammensinken auffallende Föhn
erscheinungen (Föhn der freien
Atmosphäre) erzeugend.