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Full text: 43, 1925

Walter Georgii und Heinrich Seilkopf: Ergebnisse einer flugwissenschaftlichen Forschungsreise nach Columbia (S. A.) 13 
Fig. 1 Fig. 2 
Im Winter und z. T. auch noch im Frühjahr ist die Grenze wesentlich flacher nach dem Äquator 
zu geneigt, ihre mittlere Lage über dem Westatlantik und Cuba-Golfgebiet ist bereits an anderer Stelle 
dargestellt worden, 1 ) 
Südlich der festgestellten Grenze zwischen westlichen und östlichen Winden treten auf der Ausreise, 
in die Passatströmung eingebettet, noch einmal westliche Höhenwinde auf. Und zwar zeigen sich am 
30. Mai vormittags zwischen 6300 und 6700 m westliche Winde, die bis zum Nachmittage bis auf 
2400— 2300 m herabsteigen. Diese zwischengeschaltete westliche Höhenströmung steht im Zusammenhang 
mit einem flachen, westlich von uns gelegenen Tiefausläufer, der sich auch im Witterungsverlauf am 
30. und 31. Mai bemerkbar macht. Am 30. nachmittags kommt viel Cirrus uncinus auf; um 5 p bildet 
sich rasch Alto-Stratus, der teilweise wieder in Alto-Cumulus zerfällt, auch erscheint Alto-Cumulus-lenticularis. 
Auch am 31. sind noch viel Cirren vorhanden, die teilweise einen Sonnenring bilden, und von 0 a bis 
5 a gehen kräftige Regenschauer nieder. Man kann die betrachtete westliche Höhenströmung dem 
Antipassat zurechnen. 
c) Die Grenze zwischen nördlichen und südlichen Komponenten. 
Für den eigentlichen Luftaustausch zwischen Pol und Äquator über dem Ozean ist die meridionale 
Luftversetzung fast noch wichtiger als die zonale. Eine Grenze zwischen nördlichen und südlichen 
Winden zeigt sich auf der Ausreise unter 28° N. Br. In den höheren Luftschichten nördlich davon 
nördliche, südlich davon südliche Komponenten. Auf der Heimreise ist diese Grenze deutlich unter 
32° N. Br. erkennbar. Auch in den Werten der mittleren N-Komponenten ist diese Grenze recht aus 
gesprochen. In den untersten 5 Höhenkilometern hält sie sich, von geringen Abweichungen abgesehen, 
bei 32° N. Br., um darüber nach dem Äquator zu anzusteigen. Die südlich von ihr in der Höhe vor 
herrschende südöstliche Strömung stellt die Luftmassen dar, die über dem äquatorialen Kalmengürtel 
aufsteigen, dem oberen Druckgefälle vom Äquator zum Pol folgend, mit einer Komponente polwärts 
l ) Seilkopf-Stüve: Ergebnisse von Höhenwindinessungcn auf <3cm nordatlantischen Ozean und im Golf von Mexiko, Februar 
bis Mai 1923. A. d. Archiv d. D. Seewarte XLII, 1925. S. 21—22.
	        
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