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Full text: 26, 1903

Dr. A. Caspar: Bestimmung der Polhöke der Sternwarte zu Heidelberg und ihrer Variation. 33 
Archiv 1903* 2. 
Ko. 
Or,-No. 
Name 
m 
« 1900.0 
Ô 1900.0 
Priiz, 
Var. saec. 
III. ftlid 
E. B. in 8 
Ep. 
1900+ 
60 
18 h 10 b 
54 Draconis 
5.3 
19" 12'" 8“ 
+57°31'56?04 
+ 6*2075 
4-0? 1464 
-0*02 
—Or07 1 
0.55 
61 
22 1* 
60 Cygni 
6.9 
20 57 42 
45 45 45.69 
14.0359 
2119 
05 
-0.001 
0.68 
62 
l b 
Lalande 40929 .... 
6.0 
21 0 44 
52 53 14.27 
14.2243 
1816 
04 
4-0.008 
0.68 
63 
2 Ä 
Lalande 41201 .... 
6.5 
7 40 
45 15 52.18 
14.6452 
2080 
05 
-0.012 
0.68 
64 
2 b 
ïtümker 9115 . .. 
5.9 
13 54 
53 34 37.43 
15.0123 
1745 
04 
4-0.017 
0.68 
65 
3“ 
Argei.-Oelzen 22165 
7.6 
19 33 
53 48 8.66 
15.3354 
1715 
04 
—0.001 
0.68 
66 
3 b 
Bessel-Weiße 002 . 
7.5 
26 16 
45 3 18.19 
15.7074 
1963 
06 
-0.013 
0.68 
67 
4 a 
Groombridge 3514 
7.1 
33 38 
44 14 49.80 
16.0999 
1927 
07 
-0.046 
0.68 
68 
4 b 
Fedorenko 3876 . 
6.4 
37 25 
54 25 1.56 
16.2950 
1616 
05 
-0.015 
0.68 
69 
5 a 
Argei.-Oelzen 22942 
7.6 
46 53 
50 31 53.28 
16.7637 
1674 
06 
-0.097 
0.68 
70 
5 b 
Lalande 42867 .... 
6.7 
53 13 
48 11 32.07 
17.0613 
1679 
07 
-0.013 
0.68 
71 
6 a 
Fedorenko 4039... 
5.8 
22 7 16 
50 19 44.60 
17.6747 
1516 
07 
+0.026 
0.68 
72 
6 b 
Lalande 43559 .... 
7.0 
13 28 
48 37 36.05 
17.9244 
1487 
' 08 
-0.004 
0.68 
[73 
7* 
3 Lacertae 
4.4 
19 38 
51 43 40.15 
18.1591 
1378 
08 
-0.203] 
74 
7 b 
5 Lacertae 
5.1 
25 22 
47 11 41.53 
18.3668 
1380 
09 
—0.010 
0.68 
75 
8 a 
Groombridge 3810 
6.6 
29 10 
40 18 10.93 
18.4977 
1404 
10 
-0.004 
0.68 
76 
8 b 
Fedorenko 4224... 
7.0 
35 14 
58 24 23.46 
18.6961 
1125 
07 
+0.002 
0.68 
77 
9 a 
Lalande 44656 ,.. 
6.8 
43 50 
49 3 16.94 
18.9549 
1141 
10 
-0.001 
0.69 
78 
9 b 
Fedorenko 4296 . 
6.9 
48 32 
49 52 50.24 
19.0850 
1075 
10 
-0.019 
0.68 
79 
10 a 
Fedorenko 4312. . 
4.5 
52 3 
49 11 57.68 
19.1772 
1034 
10 
-0.021 
0.69 
80 
10 b 
3 Andromedae .... 
4.8 
59 41 
49 30 29.72 
19.3616 
0927 
11 
+0.153 
0.69 
Ausführung der Beobachtungen. 
Etwa 1 Y* Stunden vor Beginn der Beobachtungen wurde das Haus auseinandergorollt. In den meisten 
Fällen wurden bald darauf, nachdem sich die Temperaturen einigermaßen ausgeglichen hatten, die Talcott- 
Niveaus geprüft. Dann wurde die Neigung verringert, falls sie einen größeren Betrag erreicht hatte, und 
darauf geachtet, daß auch die Vertikalachse in Nord-süd-Richtung höchstens etwa 5" von der Senkrechtstellung 
ab wich, sodaß die Talcott-Niveaus in beiden Lagen des Instrumentos einspielten. Kurz vor und nach den 
einzelnen Gruppenbeobachtungen erfolgte die Ablesung der Barometer- und Thermometerstände und die 
Bestimmung der Neigung. Nach Einstellung des Fernrohres auf die mittlere Zenithdistanz des zu beob 
achtenden Sternpaares wurden die Talcott-Niveaus so geklemmt, daß die Blasen nahezu die Mitten der 
Skalen eiunahmen. Hierzu wurde nur in der ersten Zeit die Feinbewegung benutzt, während später die 
Einstellung der Niveaus nur mittelst der großen Klemmschraube geschah, was bei einiger Uebuug auf etwa 
(fl5 genau gemacht werden kann. Ich bemerkte nämlich, daß hei Benutzung der Feinbewegung zuweilen 
nachwirkende Spannungen eintraten, die auf diese Weise vermieden werden konnten. Nach Eintritt des 
Sternes in das Gesichtsfeld wurden die Niveaus abgelesen, die Einstellungen an den Fäden 3, 3, 8 und 11 
des festen Eadennetzes gemacht und die Niveaus wiederum abgelesen. Nur in wenigen Fällen, wenn durch 
irgendwelche Hindernisse eine Verzögerung der Einstellungen oder Ablesungen erfolgt war, mußte die erste 
oder zweite Ablesung der Niveaus fortfallen. Nach Umlegung wurden die Niveaus mit der Feinbewegung 
des Fernrohres möglichst auf dieselbe Einstellung gebracht, worauf beim zweiten Stern des Paares das 
gleiche Verfahren erfolgte, wie beim ersten. Die Mikrometerschraube wurde bei den Einstellungen immer 
in demselben Sinne, rechts herum, bewegt und jede Einstellung auf derselben Linie des Gesichtsfeldes ge 
macht. Das letztere ist leicht mit Hülfe einer kleinen Unreinlichkeit am Okular durchzuführen und bewirkt 
die Elimination der durch Fadenparallaxe entstehenden Fehler. Beim Bechtsdrchen der Schraube werden 
die Federn des Mikrometers zusammengedrückt, wachsen die Ablesungen und bewegt sich der Faden bei 
Kreis West von Süden nach Norden. Um eine möglichst vollständige Elimination der Biegungsunterschiede, 
bei verschiedener Lage des Fernrohres herbeizuführen, wurden die einzelnen Sterne in den aufeinander 
folgenden Beobachtungsnächten abwechselnd bei Kreis Ost und bei Kreis West beobachtet. Bei starkem 
Winde mußten die bei der Beschreibung des Instrumentes erwähnten Schutzkleider benutzt werden, um das 
Flackern der Lampen zu verhüten. Refraktionsstörungen können wohl dadurch kaum verursacht worden 
sein, da das Objektiv noch etwa 50 cm über der Oberkante der Schutzkleider hervorragte. In der kalten
	        
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