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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte —■ 1S94 No. 2 —
Aufgabe. 1893 den 10. Oktober wurden auf einer Breite von etwa 45° 50' und in 0 h 50”° West-Länge
die beiden Sonnenhöhen (vollständig beschickt)
h' = 14°20:8 11' = 8 h 49 m 58 s
h = 35 53.9 TJ — 11 59 57
gemessen. Die Ubrkorrektion betrug nach der Vorausberechnung auf Grund der Gangformel = —l h 8 m 46 s
(= A ti) gegen mittl. Zeit, der tägliche Gang (<5m) war + 10 s (verlierend).
Da die beiden Beobachtungen zu verschiedenen Zeiten gemacht wurden, ist die erste auf den Ort der
zweiten mit Hülfe des Bestecks und der Peilung der Sonne zu reduziren. Die dazu nöthigen Daten sind:
Azimut u = 6 Strich — 67° 30' Gesegelte Distanz d — 23.8 Seemeilen
(Vergl. § 22) = 23.8 Bogenminuten.
Hiernach erhält man als Reduktion der ersten Höhe auf den Ort der zweiten
d cos a — —911 also h' = 14°lll7 für den zweiten Ort.
log cos cp
log cos d
= 9.84308
= 9.99693
Num. sin h
Nnm. sin li
log cos cf cos d
log sin ——
log Nenner
= 0.58635
= 0.24522
Diff. = 0.34113 log
log 2 sin r 0
log sin % a
log cos cp
log cos dp,
log 2 sin 2 x
log des II. Gl.
9.84001
9.60518
9.44519
V =
U =
8 h 49"’54 s
11 59 57
U—U' — 3 10 3
Korr. weg. Gg. + 1
t—t' = 3 10 4
t—t'
= 1 35 2
= 23°45'30"
r a = 37°43'45"
t — t’
2
r
= 23 45 30
13 58 15
9.53292
0.08773
9.78670
9.84308
9.99691
8.47103
8.31102 Num. e= 0.02046
Num. sinh = 0.58635
Num. cos (cp—S) = 0.60681
(<p-ö) = 52° 3814
dp = —6 49.5
cp — 45 48.9
Ü'+U
2
A u
t+V _
2 “
Red. auf Gr. Zt.
Gr. m. Zt. —
10 h 24 m 56 s
-1 8 46
9 16 10
+ 50 0
10 6 10
d© =
Zeitgl. =
- 6° 4813
-13 m 3 S
(d©/i = - 6° 4915)
Mit dieser Breite, welche von der
gegissten nur so wenig abweicht, dass
eine Wiederholung der Rechnung zu
demselben Resultate führen würde,
kann man mit Hülfe der Höhe h' die
Uhrkorrektion in der folgenden Weise
berechnen:
Berechnung des Uhrstandes:
t 0 = 37° 43' 45"
= 23 45 30
%' = 61 29 15
4 h 5 m 57 s
Wahre Zeit = 19 54 3
- 13 3
Mittl. Zeit = 19 41 0
Uhrzeit = 20 49 58
Au = -l h 8 I: 58 S
Die Benutzung der Höhe h würde
A u — —l h 8 m 55 s ergeben, also sich
in genügender Uebereinstimmung mit
dem hier gegebenen Werthe befinden.
Auch der vorausberechnete Stand
stimmt genügend mit dem aus den
„Dop. Höhen“ folgenden.
Dieselbe Aufgabe lässt sich auch rein logarithmisch nach den in § 26 gegebenen Gleichungen auflösen,
man hat dann: